Anzeige


Von Richard Elmerhaus

Balve. Als es um die Umleitung des innerstädtischen Verkehrs an den drei Wochenende ging, an denen die Hauptstraße wegen der Installierung des Kreisels und der Fußgängerüberwege sowie der Asphaltierung der Bundesstraße 229 gesperrt wird, kam es zu einer Politik-Sensation. Denn die beiden politischen „Erzfeinde“, Lorenz Schnadt (UWG und Theodor Willmes, rotteten sich gegen das Stadtoberhaupt Mühling (BILD) zusammen. Der Grund: Die von der Stadt Balve und den Genehmigungsbehörden geplante Umleitung während der Vollsperrung sahen die beiden Polit-Profis als total überzogen an. Es könne nicht sein, dass die Balver riesige Umwege in Kauf nehmen müssten, wenn die B 229 vorübergehend gesperrt würde.

Anzeige

In der letzten Bauphase sind kurzfristige Vollsperrungen an 2 bis 3 Wochenenden unvermeidlich, um die Arbeiten für die Mittelinsel, die Asphaltdeckschichten und die Fahrbahnmarkierungen auszuführen. Dazu sind folgende Termine geplant:

1. – Vollsperrung von Fr. 24.08.2018 bis So. 26.08.2018 2. – Vollsperrung von Fr. 31.08.2018 bis So. 02.09.2018. Ausweichtermine bei Verzögerungen sind die Wochenendtermine: A3. – Vollsperrung von Fr. 14.09.2018 bis So. 16.09.2018 A4. – Vollsperrung von Fr. 21.09.2018 bis So. 23.09.2018. Für beide Bauphasen ist in den Verkehrsterminen die Einrichtung einer großräumigen Umleitungsstrecke festgesetzt worden (über „Hachen – Stemel – Sundern – Seidfeld – Stockum – Amecke – Langenholthausen Balve“).

Anzeige


Auf den Nebenstrecken ist eine Sperrung für den Schwerlastverkehr vorgesehen. Für Rettungsfahrzeuge und Feuerwehr werden innerstädtische Ausweichstrecken über die Straßen „An der Kormke“, „Zum Hassenborn“, „Am Baumberg“, „Am Bahnhof“ eingerichtet. Mit Beschilderung für beidseitiges Halteverbot und Durchfahrt nur für Anlieger frei. Genau an diesem Punkt meldete sich der UWG-Fraktions-Vorsitzende Lorenz Schnadt zu Wort. „Den Individualverkehr komplett aus der Stadt herauszuhalten, ist nicht erforderlich. Deshalb sollte die innerstädtische Umleitungsstrecke ohne den Zusatz Anlieger frei ausgeschildert werden. Denn kontrollieren kann das sowieso keiner. Die Polizei wird sich nicht 24 Stunden dahin stellen und die Autofahrer anhalten“, so der Chef der Autobahn-Polizei Dortmund, Lorenz Schnadt.

Ortsvorsteher Matthias Streiter und Christoph Schäfer (beide CDU) wollen Balvern riesige Umwege zumuten

So sieht es auch der Stellvertretende CDU-Fraktions-Vorsitzende Theodor Willmes. Die für die Umleitung in Frage kommenden Straßen würden die kurzzeitige Mehrbelastung aushalten, so sein Argument. Da der Bürgermeister wenig amüsiert über die Kritik an der vorgesehenen Umleitung war, führte der Ausschuss Umwelt, Planung, Bau auf Vorschlag des Vorsitzenden einen Beschluss herbei, der die Vorschläge von Schnadt und Willmes zum Inhalt hatte. Bei der Abstimmung votierten nur die beiden CDU-Ratsmitglieder Christoph Schäfer und Balves Ortsvorsteher Matthias Streiter gegen den Antrag .

Sichtlich verärgert ließ der Bürgermeister die Politik wissen, dass nicht die Stadt Balve, sondern das Straßenverkehrsamt des Märkischen Kreises die Umleitungsstrecken festlegt. „Der Bürgermeister war stinksauer. Ich habe deutlich gespürt, dass er sich nicht im Griff hatte. Dabei gingen unsere Wortmeldungen nicht gegen ihn, sondern die geplante Umleitungsstrecke während der Vollsperrung der Hauptstraße. Dass der Lkw-Verkehr aus der Stadt und somit von der Ausweichstrecke entlang der Bahnschienen gehalten wird, ist doch selbstverständlich“, bilanzierte Lorenz Schnadt nach der Sitzung des Fachausschusses. „Ich hoffe, die Stadtverwaltung setzt sich trotz der Verärgerung von Bürgermeister Mühling für unsere Variante beim Märkischen Kreis ein. Wenn ich ehrlich sein soll: Nach der Sitzung am Dienstagabend bin nicht zu 100 Prozent davon überzeugt.“

Zur Umleitung des Busverkehrs zum Schulzentrum und als Ergänzung der oben genannten Ausweichstrecke wird auf der Garbecker Straße ein beidseitiges Halteverbot eingerichtet. Die vorhandene Ampelanlage ist während der Bauzeit außer Betrieb. Zur Sicherung des Fußgängerverkehrs werden in der Zeit temporäre Fußgängerüberwege mit Lichtzeichenanlage (LZA) an zwei Stellen (Hönnetalstraße und Hauptstraße) eingerichtet.

Anzeige