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Von Richard Elmerhaus

Balve. Passt der Beruf zu mir? Macht er mir Spaß? Wie sieht es während und nach der Ausbildung mit der Bezahlung aus? Wie ist das Betriebsklima? Dies sind nur einige Fragen, auf die die 59 Schülerinnen und Schüler der Städtischen Realschule in ihrem Schülerbetriebspraktikum gerne eine Antwort hätten.

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Eine von ihnen, die noch bis zum nächsten Freitag einen Blick in die Arbeitsabläufe wirft, ist die 15-jährige Lara Prior aus Balve. Sie entschied sich für die Firma Rickmeier. Warum? „Ich habe von meinen Bekannten gehört, dass die Firma sehr gut sein soll“, erzählt die junge Schülerin. Sie will in dem 3-wöchigen Praktikum austesten, ob der Beruf Technische Produktdesignerin der Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion für sie der richtige ist.

Schon vor einem Jahr, am Tag der Berufserkundung, beschäftigte sich Lara Prior (jetzt 9. Klasse) in einem anderen Unternehmen mit diesem Ausbildungsberuf, der ihr auf Anhieb zusagte. Auch am heutigen Morgen ist ihre Begeisterung groß. Vielleicht liegt es auch daran, dass sie im Konstruktionsbüro der Firma Rickmeier bereits geometrische Körper mit dem Rechner modellieren durfte.

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Was macht man in diesem Beruf?

Technische Produktdesignerinnen der Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion entwerfen und konstruieren Bauteile, Baugruppen oder Gesamtanlagen nach Kundenwunsch. In Zusammenarbeit mit der Entwicklungsabteilung fertigen sie an CAD-Systemen detaillierte Modelle, zum Beispiel für die Mo- Modernisierung von Werkzeugmaschinen. Dabei beachten sie die jeweils einschlägigen Normen und tra- gen eine fertigungsgerechte Bemaßung ein. Sie berücksichtigen elektrotechnische Komponenten, wählen geeignete Normteile und den Anforderungen entsprechende Werkstoffe aus. Änderungsvorschläge aus Fehler- und Prüfberichten setzen sie konstruktiv um. Sie achten darauf, dass sich Entwicklungen wirtschaftlich umsetzen lassen. Außerdem erstellen sie Montagepläne und Stücklisten für die Fertigung. Sie pflegen Produktdokumentationen, verwalten die unterschiedlichen Entwicklungsversionen und sichern die Daten.

Rektorin Nina Fröhling dankt Firma Rickmeier

Aber nicht nur Lara Prior nutzt die Gelegenheit, sich in der Firma Rickmeier über den von ihr favorisierten Beruf zu informieren, auch Finn Roland (Berufswunsch Industriemechaniker) und Raphael Fiedler (Berufswunsch Zerspanungsmechaniker) schauten hinter die Kulissen eines Ausbildungsbetriebes, der weit über die Grenzen von Balve hinaus großen Ansehen besitzt. Das liegt nicht zuletzt daran: Die Firma Rickmeier bildet so akribisch aus, dass ihre Prüflinge Jahr für Jahr mit Bestnoten in den Status eines Facharbeiters wechseln. Zuletzt schlossen die beiden Zerspanungsmechaniker Jannes Bischoff und Robin Grünzig ihre Prüfung mit der Note „Sehr gut“ ab.

Rektorin Nina Fröhling und Lehrer Olaf Weber von der Städtischen statteten den drei jungen Leuten einen Besuch in der Firma Rickmeier ab. Dabei brachte die Schulleiterin ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass das heimische Unternehmen den 9. Klässlern Jahr für Jahr die Möglichkeit eines Schülerbetriebspraktikums einräumt. „Das ist nicht in allen Städten so“, betonte Nina Fröhling, als sie sich bei der Firma Rickmeier bedankte.

Rektorin Nina Fröhling schießt ein Foto von den Praktikanten Raphael Fiedler (links), Finn Roland (2.v. links) und Lara Prior. Rechts neben der Schulleiterin Ausbilder Ralf Blumenkamp.

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