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Von Richard Elmerhaus

Balve. Die Unternehmensgruppe Bünting, die die Balver fast drei Jahre in dem Glauben gelassen hat, sie werde auf dem ehemaligen Gelände der Familie Gödde einen Lebensmittelmarkt bauen, sorgt immer noch für großen Ärger in der Hönnestadt. Der Grund: Sie hat auf dem Grundstück eine riesige Bauschutthalde hinterlassen, die eine Gefahr für Kinder und Erwachsene darstellt, weil sie nicht eingezäunt wurde.

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Dies ist nur ein geringer Teil der riesigen Bauschutthalde auf dem ehemaligen Gelände der Bünting Unternehmensgruppe. Fotos: Richard Elmerhaus

Inzwischen soll Bünting zwar das Grundstück verkauft haben, aber auf unsere schriftliche Anfrage gab es keine Antwort, an wen. Fakt ist jedenfalls, dass sich ein Anlieger an das Bauamt des Märkischen Kreises wandte, damit die Schutthalde vom neuen Eigentümer abgesichert wird.

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Dieser Aufforderung, so war vor Ort zu hören, ist weder der Verursacher noch der neue Eigentümer nach gekommen. Erst auf Druck der Türkisch-Islamischen Gemeinde, hinter deren Moschee sich die Überreste der ehemaligen Lagerhallen der Firma Gödde türmen, ist vor etwa zwei Stunden was passiert.

Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs haben die riesige Bauschutthalde eingezäunt.

Nachdem der Stellvertretende Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Balve, Andreas Weber, sich vor Ort umgeschaut und erkannt hatte, dass Gefahr im Verzug ist, kontaktierte er sofort einen Mitarbeiter vom Bauordnungsamt des Märkischen Kreises, der sich gerade in Balve aufhielt. Das Ergebnis: Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs zäunten die riesige Bauschutthalde ein. Dadurch werden vor allem die Kinder daran gehindert, auf den schweren und wackligen Steinen herumzuklettern.

Die Kosten für den Arbeitseinsatz des Bauhofs werden nach Aussage von Kreis-Pressesprecher Hendrik Klein dem neuen Eigentümer des Geländes in Rechnung gestellt. Denn laut Märkischer Kreis soll er nicht reagiert haben, als er aufgefordert worden ist, die Bauschutthalde umgehend mit Zäunen abzusichern.

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