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Balve/L.A. (R.E.) Reittherapie ist teuer. Nicht so in Langenholthausen. Hier leisten Nicole Müller und Kirsten Reppel-Böhmer großartige Arbeit, die bezahlbar ist und deshalb noch mehr Menschen den Zugang zum therapeutischen Reiten ermöglicht.

Dennoch kann der Förderverein Reiten für Menschen mit oder ohne Beeinträchtigung Langenholthausen e.V. nur dann seine Arbeit fortsetzen, wenn er auch weiterhin mit Spenden unterstützt wird. Mit Blick auf die 850-Euro-Spende von der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis erklärte Sebastian Richter: „Wir fördern mit unserer Spende die Vereinsarbeit, um mehr Menschen die Möglichkeit zu bieten, diese besondere Art der Behandlung zu genießen.“

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Die heilpädagogische Förderung ist ausgelegt für Kinder, Jugendliche und Erwachsende mit geistigen, körperlichen Behinderungen und Verhaltensauffälligkeiten. Die Therapiestunden mit einem sehr gut ausgebildeten Pferd werden von der Ergotherapeutin mit Zusatzausbildung, Kirsten Reppel-Böhmer, durchgeführt. Im Vordergrund steht die individuelle Förderung über das Medium Pferd, wobei der Mensch ganzheitlich angesprochen wird: körperlich, geistig, emotional und sozial.

Der Förderverein Reiten für Menschen mit oder ohne Beeinträchtigung Langenholthausen e.V. hat 8 Pferde im Stall, die in der Therapie aktiv sind. Da die Ausbildung und der Unterhalt der Vierbeiner viel Geld kostet, diese Kosten aber nicht an die kranken Menschen weiter gegeben werden können, ist der Verein dankbar über jede Spende. Sollten sie einmal ausbleiben, dann träfe dies beispielsweise die traumatisierten Menschen knallhart.

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Aber genau das wollen die 1. und 2. Vorsitzende des Fördervereins, Nicole Müller und Kerstin Reppel-Böhmer, unter allen Umständen verhindern. „Wir machen keine Therapie für die Reichen, sondern für jedermann“, legt sich das Duo aus L.A. fest und verweist darauf, dass eine monatliche Therapie, egal ob für Kinder oder Erwachsende gerade einmal 80 Euro im Monat kostet.

Weil die therapeutische Arbeit mit dem Medium Pferd so günstig ist, müssen die Spenden helfen, die Betriebskosten bezahlen zu können. Auch wenn Müller und Reppel-Böhmer nicht das große Klagelied anstimmen, so ist dennoch deutlich spürbar, dass sie jeden Tag um den Fortbestand des Fördervereins Reiten für Menschen mit oder ohne Beeinträchtigung Langenholthausen e.V. kämpfen müssen.

Aber diesen Kampf führen sie bereits seit Jahren, auch deshalb, weil sie wissen, wie wichtig das Medium Pferd für die kranken Menschen ist. Die Therapie auf dem Rücken der Pferde ist nach Meinung von Kirsten Reppel-Böhmer oftmals erfolgreicher als teure Medikamente. Deshalb kann sie es nicht nachvollziehen, dass die Krankenkassen eine Unmenge Geld ausgeben, beispielsweise für einen MS-Patienten 8.000 Euro im Monat, aber nicht gewillt sind, die Kosten für das therapeutische Reiten zu übernehmen, um traumatisierten Menschen zu helfen.

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