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Balve. (R.E.) Die Mitgliederversammlung des Balver Fachhandels übte am Montagabend im Restaurant Balver Höhle unverhohlene Kritik am Vorstand. Der Grund: Nach Meinung einiger Fachhändler hat der Vorstand wieder einmal die Genehmigung für den Verkaufsoffenen Sonntag im Rahmen des Balver Weihnachtsmarktes am 9. Dezember zu spät beantragt bei der Stadt Balve.

Diesen Vorwurf wiesen die Vorstandsmitglieder Daniel Pütz und Markus Müller mit Nachdruck zurück. „Sie hätten sich an der Aussage von Ordnungsamtsleiter Marcus Kauke orientiert, und der habe gesagt, erst müsse der Antrag des Fachhandels vom Ordnungsamt geprüft werden, damit die Verwaltung dem Rat der Stadt Balve einen Vorschlag machen könne – genehmigen oder nicht genehmigen.

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Diese Vorgehensweise stieß nicht nur beim heimischen Fachhändler Markus Busche auf völliges Unverständnis. Er warf dem Vorstand vor, „immer erst alles auf der letzten Rille zu erledigen“. Nach seiner Meinung hätte der Antrag für den Verkaufsoffenen Sonntag bereits im März gestellt werden sollen, um auf eine Ablehnung, beispielsweise von der Kirche oder auch der Gewerkschaft Verdi, frühzeitig reagieren zu können. Gegebenenfalls auch, um das Verwaltungsgericht anzurufen.

Nach einer kontroversen Diskussion und Abwägung aller Interessen entschied sich die Mehrheit für einen Verkaufsoffenen Sonntag am 9. Dezember, auch wenn er kurzfristig per Gerichtsbeschluss gekappt wird. „Dann ist es eben höhere Gewalt“, so der Tenor.

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Zuvor hatte der Vorstand angeregt, den Verkaufsoffenen Sonntags zu streichen, weil keine Planungssicherheit gegeben sei. Dieses Ansinnen des Vorstandes, stattdessen den Samstagnachmittag zu nutzen, fand keine Mehrheit. Denn am 2. Samstag vor Weihnachten shoppen die Balver in anderen Städten.

 

 

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