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Balve/Garbeck. (R.E.) Die Christdemokraten sind nicht mehr bereit, ungeprüft Geld in die marode Flüchtlings-Unterkunft in Garbeck „Am Pickhammer“ zu investieren. Das machte ihr Fraktions-Vorsitzender Alexander Schulte heute Abend im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Balve deutlich. Denn als der Bürgermeister dieser Stadt den Investitionsplan für das Jahr 2019 aufrief, meldete sich die Mehrheits-Partei durch ihren Chef zu Wort.

Alexander Schulte ließ Verwaltung und Ausschuss-Mitglieder wissen, dass die Flüchtlings-Unterkunft in der Nähe des Garbecker Bahnhofs ihre beste Zeit hinter sich habe. Vor 26 Jahren erbaut, zeige sie arge Verschleißerscheinungen. „Bevor wir weitere 30.000 Euro für neue Duschen ausgeben, wird die Stadtverwaltung gebeten, sich nach einem anderen Standort für eine Flüchtlings-Unterkunft umzusehen, und zwar in allen Ortsteilen von Balve“, so die Forderung des CDU-Fraktions-Vorsitzenden.

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Hintergrund dieses Vorstoßes ist sicherlich das total verwohnte Gebäude, das ein Faß ohne Boden ist, wenn es um die Sanierung geht, aber auch der Standort. Da die Stadt Balve händeringend nach neuen Gewerbeflächen sucht, bietet sich diese Fläche nach Meinung der CDU natürlich auch an. Denn der Standort der Flüchtlings-Unterkunft befindet sich in einem Gewerbegebiet, das der Stadt Balve gehört.

Ob das alte Gebäude der Industrie weichen muss, hängt vor allem davon ab, ob es einen Alternativstandort gibt. Denn die Verwaltung ließ keinen Zweifel daran, dass trotz sinkender Flüchtlingszahlen eine dritte Unterkunft für die Asylbegehrenden vorgehalten werden muss in der Hönnestadt Balve. „Es muss möglich sein, die Problemfälle auf zwei oder drei verschiedene Unterkünfte zu verteilen“, so Sozialamtsleiter Marcus Kauke mit Blick darauf, dass es hin und wieder auch Zoff unter den Flüchtlingen gibt, der nur durch eine räumliche Trennung der Streithähne zu beenden ist.

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