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Auch wenn Hubert Sauer aus Eisborn schon eine Weile gesundheitliche Probleme hatte, so kommt die Nachricht von seinem Tod doch unerwartet. Denn der „Macher“ aus dem Bergdorf war erst in der vergangenen Woche ins Krankenhaus eingeliefert worden und in der Nacht von Sonntag auf Montag im Alter von 79 Jahren verstorben.

Der Landwirt aus der Grübeck war nicht nur stets mit vollem Engagement auf seinem Hof in der Grübeck tätig, sondern auch im Ehrenamt. Sowohl in der Schützenbruderschaft St. Antonius Eisborn als auch in der Kirche ging Sauer stets couragiert voran, aber auch keinem Konflikt aus dem Wege. Wenn er der Meinung war, er müsse die Interessen jener Menschen vertreten, die ihn in die verschiedenen Ämter gewählt hatten, dann kämpfte er oftmals auch mit harten Bandagen bis das Ziel erreicht war.

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Bestes Beispiel dafür, dass der Landwirt stets bereit war, mit viel  Herzblut schwierige Probleme zu lösen, ist der Umbau der Schützenhalle. Diese riesige Baumaßnahme mit einer Investitionssumme im hohen sechsstelligen Bereich sahen nicht wenige Eisborner Bürger äußerst kritisch.

Der Chef der Schützenbruderschaft setzte sich jedoch mit seinen Unterstützern gegen die Widersacher durch und sorgte dafür, dass die Eisborner eine Schützenhalle besitzen, die nicht nur den „Grünrocken“, sondern allen Gruppierungen dient. Deshalb sind etliche Eisborner dem „sturen“ Brudermeister aus der Grübeck über das Grab hinaus zu großem Dank verpflichtet.

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Als er in der Schützenbruderschaft sein Amt in jüngere Hände legte, mischte er um so emsiger in der Katholischen Kirche mit. Als Vorsitzender des Pfarrgemeinderates bleibt sein Einsatz für die Gehbehinderten unvergessen.

Thomas Bölker war an Hubert Sauer mit der Bitte herangetreten, für Rampen zu sorgen, damit er und auch andere Menschen mit ihren Rollstühlen in die St.-Antonius-Kirche fahren können. „In den vergangenen zwei Jahren bin ich an Ostern immer nach Affeln gefahren, um in der Lambertus-Kirche an der Messfeier teilzunehmen“, erzählte Bölker damals, der sich sehr darüber freute, dass Sauer sich für die Rollstuhlfahrer aus Eisborn eingesetzt hatte.

Für den Pfarrgemeinderats-Vorsitzenden war es eine Selbstverständlichkeit, dass sich das kirchliche Gremium um die gehbehinderten Gläubigen bemüht. Denn hier fing für den gläubigen Katholiken aus der Grabeck die Seelsorge an.

Auch für den Umbau der St.-Antonius-Kirche brannte sein Herz, das jetzt aufgehört hat zu schlagen. Seine Nachfolger müssen das Werk zu Ende führen. Zuvor werden die Eisborner jedoch ihren engagierten Mitbürger, dessen Tod große Trauer über Eisborn hinaus ausgelöst hat, zu Grabe tragen. In der Katholischen Kirchengemeinde wird Hubert Sauer eine Lücke hinterlassen, die schwer zu schließen sein wird. Denn es gibt nicht mehr viele Katholiken, die sich für ihren Glauben und dessen Verbreitung so ins Geschirr legen, wie er es über zig Jahre vorbildlich getan hat.
 Richard Elmerhaus

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