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Balve. (R.E.) Der Stadt Balve gehen die Gewerbeflächen aus. Um jedoch einen stabilen Haushalt Jahr für Jahr darstellen zu können, wünscht sich Kämmerer Hans-Jürgen Karthaus mehr Unternehmen in der Hönnestadt.

Auch die UWG-Fraktion ist der Meinung, es müsse endlich was passieren, denn schon heute generiere die Stadt Neuenrade Millionen Euro mehr an Gewerbesteuer als die Stadt Balve. „Wer in Balve wohnen möchte, benötigt auch Arbeit. Punkt! Wer einen Beweis für den Bedarf an Flächen sucht, dem empfehle ich einen Blick auf die Erweiterung vom Braukessiepen unter Hinweis auf die Zeit, die es benötigte, alle Grundstücke zu vermarkten. Alle Flächen sind mittlerweile verkauft“, so UWG-Fraktions-Chef Lorenz Schnadt.

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Leider sei die Stadt Balve jetzt trotz intensiver Bemühungen des Bürgermeisters um weitere Gewerbeflächen in einer Sackgasse. Deshalb begrüße es die UWG ausdrücklich, dass sich die Stadtverwaltung noch einmal den Resten der Gewerbeflächen gewidmet habe. Sie bewerte die Vorschläge für gut brauchbar und realisierbar. „Insbesondere die Überlegungen mit dem Garbecker Flüchtlingswohnheim halte ich für eine klare Win-Win Situation“, betonte Schnadt im Rat der Stadt Balve.

Mittelfristig benötige Balve aber weitere Flächen. „Glauben Sie mir, ich bin ärgerlich und enttäuscht, aber realistisch betrachtet kommen wir an den Hönnewiesen nicht vorbei. Immerhin die besten landwirtschaftlich nutzbaren Böden, die wir in ganz Balve haben. Wer es aber besser weiß, oder bessere Vorschläge hat, konnte sich jederzeit melden und kann es auch heute noch. Sinnvolle Alternativen habe ich aber bisher nicht vernommen“, kritisierte der UWG-Boss.

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Da die Stadt Balve mit den Hönnewiesen nah an das Neuenrader Gewerbegebiet angrenze, wäre durch die Stadtverwaltung zu prüfen, inwieweit ein interkommunales Gewerbegebiet realisiert werden könne, so der Vorschlag der Unabhängigen Wählergemeinschaft Balve.

Wohnen und Arbeiten am Ort verbessert nach Meinung von Schnadt nicht nur die Lebensqualität der Menschen, sondern sorgt gleichzeitig auch für höhere Gewerbesteuereinnahmen, die umgekehrt der Allgemeinheit dann wieder zugute kämen.

„Ich will nicht verhehlen, dass der Ansatz des Kämmerers von 4,8 Millionen Euro an Gewerbesteuer ernüchternd und enttäuschend ist, und das bei nahezu Vollbeschäftigung und florierender Wirtschaft. Alle hier im Saal wissen, wie wichtig diese Steuerart für Balve ist. Wenn man dann noch nach Neuenrade sieht, wo die Gewerbesteuer sich der 7,5 Millionen-Grenze nähert, also mehr als 50 Prozent höher ist als hier in Balve, dann wird auch klar, wie hoch das mögliche Potenzial ist.“

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