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Balve/Beckum. (R.E.) Am Rande der Agathafeiern in Eisborn und Beckum ging Stadtbrandinspektor Frank Busche im Gespräch mit unserer Zeitung auf den Wohnungsbrand in Beckum ein. Dabei zeigte er sich sehr erfreut darüber, dass weder die ältere Dame, die im Erdgeschoss wohnt, noch ihr Enkel und dessen Freundin verletzt worden sind.

Die ältere Frau musste zwar nach Menden ins Krankenhaus gebracht werden, um ihre medizinische Versorgung sicher zu stellen. Der Grund: Sie kam nach dem Brand nicht mehr an ihre Medikamente. Auch die junge Dame musste nach Auskunft des Feuerwehr-Chefs behandelt werden. Diese Aufgabe übernahmen noch vor Ort die Rettungssanitäter.

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Stadtbrandinspektor Frank Busche leitete am Samstagnachmittag den Großeinsatz der Balver Feuerwehr in Beckum: „Ich bin sehr froh darüber, dass keine Personen verletzt worden sind.“ Foto: Richard Elmerhaus

Da das Wohnhaus durch den Brand im Wohn- und Esszimmer erheblich beschädigt wurde, sprach die Feuerwehr aus Sicherheitsgründen noch am Samstag ein Betretungsverbot aus. „Wir haben die Einsatzstelle abgesichert, da statische Probleme durch die enorme Hitze nicht auszuschließen sind. Erst wenn ein Gutachter oder Brandsachverständiger sich die Räumlichkeiten angesehen hat, wird darüber entschieden, wie es nach dem Brand weiter geht. So lange sind die drei Personen bei Verwandten untergebracht“, betonte Stadtbrandinspektor Frank Busche im Gespräch mit der HÖNNE-ZEITUNG.

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Dabei erinnerte er sich daran, dass es bereits vor geraumer Zeit in dem Wohnhaus am Langeloh in Beckum gebrannt hat. Damals sei das Obergeschoss betroffen gewesen. Zum Glück hat sich die ältere Dame am Samstagnachmittag dort aufgehalten, als es einen lauten Knall gab, und Sekunden später die Flammen aus dem Fenster im Erdgeschoss schlugen.

Sofort informierte der Enkel seine Oma, um gemeinsam mit seiner Freundin und zwei Katzen das Wohnhaus fluchtartig zu verlassen. „In dieser Phase haben sich nicht nur die Nachbarn, sondern auch die Asylbewerber sehr intensiv um die drei Personen gekümmert. Die Asylbewerber haben uns sogar zu Beginn der Löscharbeiten geholfen“, lobte Busche die ausländischen Bewohner vom Langeloh.

Chronologie der Löscharbeiten

Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das Erdgeschoss bereits in Vollbrand. Die drei Bewohner hatten das Gebäude schon verlassen, zwei Katzen wurden vermisst. Aufgrund des fortgeschrittenen Brandes entschied Wehrleiter Busche, Stadtalarm für alle Einheiten der Stadt Balve zu geben. Für die nachrückenden Löschgruppen wurde ein Bereitstellungsraum auf dem Parkplatz der Gaststätte König-Fabry in Beckum eingerichtet. Hier wartete der Löschzug Garbeck auf seinen Einsatz, der aber nicht erforderlich wurde.

Ein Trupp ging zur Brandbekämpfung unter Atemschutz im Gebäude vor. Parallel unterstützten zwei weitere von außen durch die geplatzten Fenster die Löschmaßnahmen. Nach ca. 30 Minuten war das Feuer unter Kontrolle. Die verbrannten Möbel wurden von weiteren Atemschutztrupps aus dem Gebäude gebracht und im Außenbereich weiter heruntergekühlt. Das Obergeschoss und der Keller waren stark verraucht. Sie wurden mit Drucklüftern entraucht. Zudem schaltete der Energieversorger die Stromversorgung des Hauses ab.

Nach knapp zwei Stunden war der Einsatz für die Feuerwehr beendet. „Durch die große Hitze und die Rauchentwicklung ist das Haus weiterhin unbewohnbar“, so die Balver Feuerwehr, der es am Samstagnachmittag nach dem Wohnhausbrand gelungen war, die beiden vermissten Katzen ausfindig zu machen. „Wir haben sie unter einem Bett gefunden und der in großer Sorge befindlichen Eigentümerin übergeben“, so Stadtbrandinspektor Busche.

Großes Aufgebot an Hilfskräften

Im Einsatz waren 100 Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden aus folgenden Einheiten:
– Löschgruppe Beckum
– Löschgruppe Volkringhausen
– Löschgruppe Eisborn
– Löschgruppe Mellen
– Löschgruppe Langenholthausen
– Löschgruppe Stadtmitte
– Löschzug Garbeck sowie Polizei und Rettungsassistenten.

Fotos vom Einsatz der Feuerwehr finden Sie unter
www.hoennezeitung.de

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