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Balve/Beckum. (R.E.) Die Ursache für den Brand in Beckum, der einen Stadtalarm für die heimischen Feuerwehr-Löschzüge zur Folge hatte, scheint festzustehen. Nach Ermittlungen der Kripo Iserlohn handelt es sich um fahrlässige Brandstiftung. Denn die 80-jährige Bewohnerin des Hauses zündete eine Kerze in ihrer Erdgeschosswohnung an, bevor sie den Raum verließ.

Als sie sich im Dachgeschoss aufhielt, um Wäsche aufzuhängen, lösten urplötzlich die Rauchmelder Alarm aus. Sie ging sofort in ihre Wohnung und sah, dass die Gardine durch die brennende Kerze in Feuer gefangen hatte. Da es sich rasend schnell verbreitete, verließen sie, ihr Enkel und dessen Freundin mit zwei Katzen fluchtartig die Gefahrenstelle, um die Feuerwehr zu informieren.

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Die rückte zwar mit einem Großaufgebot an Feuerwehrkameraden und -Kameradinnen (90) an, aber weder das Ess- noch das Wohnzimmer waren zu retten. Beide Räumlichkeiten brannten total aus. Sodass das Haus vorerst unbewohnbar ist. „Es hat zwei Durchzündungen gegeben. Die erste erfolgte im Esszimmer und als wir schon mit den Löscharbeiten begonnen hatten, erfolgte die zweite im Wohnzimmer“, informierte Einsatzleiter Stadtbrandinspektor Frank Busche auf Nachfrage unserer Zeitung.

Der Feuerwehr-Chef hat ebenso wie seine Kameraden und Kameradinnen ein stressiges Wochenende hinter sich gebracht. Denn die Wehren waren nicht nur in Beckum beim Wohnungsbrand, sondern auch in Langenholthausen, Mellen und Garbeck im Einsatz. Galt es doch, neben der Brandbekämpfung auch noch Ölspuren zu beseitigen.

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Da das Wohnhaus durch den Brand im Wohn- und Esszimmer erheblich beschädigt wurde, sprach die Feuerwehr aus Sicherheitsgründen noch am Samstagnachmittag ein Betretungsverbot aus. „Wir haben die Einsatzstelle abgesichert, da statische Probleme durch die enorme Hitze nicht auszuschließen sind. Erst wenn ein Gutachter oder Brandsachverständiger sich die Räumlichkeiten angesehen hat, wird darüber entschieden, wie es nach dem Brand weiter geht. So lange sind die drei Personen bei Verwandten untergebracht“, betonte Stadtbrandinspektor Frank Busche gegenüber der HÖNNE-ZEITUNG.

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