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Eisborn. (R.E.) Die geplante Erweiterung des Steinbruchs Asbeck im Jahr 2023 sorgte am Dienstagabend beim Dialog vor Ort in der Eisborner Schützenhalle für eine aufgeheizte und zum Teil auch aggressive Stimmung. Ursache dafür waren unter anderem die Vorwürfe in Richtung Rheinkalk. So warf beispielsweise Matthias Aust den Vertretern des Unternehmens Lhoist vor, ganz bewusst für die Eisborner Bevölkerung wichtige Informationen zurückzuhalten.

Als Werkleiter Dr. Zacharias Grote versuchte, dieses Argument zu entkräften, weil das Unternehmen zu diesem frühen Planungszeitpunkt nicht in der Lage ist, auf alle berechtigten Fragen der Dorfbewohner aus Eisborn und Asbeck eine Antwort zu geben, stieß er nicht bei den weit über 100 Besuchern der Informationsveranstaltung auf offene Ohren.

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Dennoch ist der Chef des Kalkwerks Hönnetal mit dem Verlauf der Veranstaltung zufrieden. „Es passte schon, auch wenn emotional diskutiert wurde, aber das war nicht anders zu erwarten. Dies war der erste Schritt, jetzt muss es darum gehen, den Weg eines konstruktiven Dialogs zu beschreiten“, erklärte Grote im Gespräch mit unserer Zeitung.

Um dieses Ziel zu erreichen, soll ein „Runder Tisch“ gebildet werden, an dem Bürger aus den Ortsteilen Eisborn und Asbeck, Vertreter der Stadt Balve, wie Bürgermeister Hubertus Mühling, und die Rheinkalk GmbH Platz nehmen. „In den Gesprächen wird es darum gehen, so Bürgermeister Hubertus Mühling, einen Interessenausgleich zu finden.“ Das heißt: Das Unternehmen Lhoist muss bereit sein, auf einige berechtigte Forderungen der Bürgerschaft einzugehen, wie beispielsweise Umwelt- und Naturschutz sowie Lärm- und Staubentwicklung.

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Auch Ortsvorsteher Martin Danne äußerte sich positiv nach dem Dialog vor Ort und freut sich, dass sich spontan zwei Personen bereit erklärt haben, sich mit an den „Runden Tisch“ zu setzen.

Zuvor wird der Ortsvorsteher im Mai eine Dorfversammlung einberufen, damit die Eisbornen das Thema Steinbrucherweiterung abermals diskutieren können. Die nächste Veranstaltung Dialog vor Ort, initiiert von der Firma Lhoist, ist für den Herbst 2019 vorgesehen.

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