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Für die Baumaßnahme auf der B 229 von Langenholthausen nach Balve bringen die wenigsten Bürger Verständnis auf. Dass der Baulastträger Straßen.NRW jetzt auch noch eine Ampelanlage in Langenholthausen installiert, wie zeitweise im Juli 2018, erzürnt die Menschen. Denn die vier Ampeln setzen der „grandiosen Beschilderung“ die Krone auf.

Obwohl sich in den Osterferien 2018 offenbarte, dass der Verkehr nur dann in L.A. fließt, wenn die Ampeln, wie geschehen, ausfallen, packt der Landesbetrieb Straßen.NRW abermals in die Mottenkiste. „Mit den Ampeln wollen wir die Verkehrsströme lenken. Denn durch die Baumaßnahme ergibt sich eine andere Situation auf der Kreuzung“, sagt Daniel Berg, Pressesprecher Straßen.NRW.

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Wer so argumentiert, kennt allem Anschein nach nicht den Verkehrsfluss in Langenholthausen. Denn hier laufen seit unzähligen Jahren B229, L868, Neuenrader Straße und Iserlohner Straße auf der Kreuzung zusammen. Und in all den Jahren fließt der Verkehr ohne Ampeln so gut, dass weder Polizei noch eine andere Behörden der Ansicht ist, hier muss etwas verändert werden.

Vor diesem Hintergrund ist verständlich, dass Dominik Neitzert nicht nur in Langenholthausen Beifall geklatscht wird, weil er die Ampelanlage als „Schwachsinn“ bezeichnet. „Der Verkehr läuft doch auch so gut“, sein nachvollziehbares Argument, zumal sich die Kreuzung nicht mehr in der Baustelle befindet.

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Das Argument wird jedoch von der Bauabteilung Straßen.NRW nicht akzeptiert. Die Herren aus Hagen wissen es besser, obwohl es einleuchtend ist, dass die Kreuzung in Langenholthausen bis Mitte Juli 2019 durch die Baumaßnahme auf der B 229 wesentlich weniger befahren wird. Der Grund: Der Verkehr aus Balve wird abgebunden. Die Aral-Tankstelle ist zukünftig nur noch aus Richtung Sundern, Neuenrade und Garbeck zu erreichen. Überdies besteht eine großräumige Umleitungsbeschilderung.

Niemand will den Verkehrs-Experten von Straßen.NRW unterstellen, dass sie die Verkehrsteilnehmer für dumm verkaufen wollen, aber eine gewisse Arroganz und Ignoranz, wenn es um eine andere Meinung geht, ist im Gespräch deutlich zu erkennen.

Vielleicht kann das Straßenverkehrsamt des Märkischen Kreises, das am kommenden Montag ebenso in Langenholthausen präsent ist wie die Polizei, um der Ampelanlage ihre Segen zu geben, Straßen.NRW doch noch davon überzeugen, dass die Signalanlage so überflüssig wie ein Kropf ist. Denn in diesem Bereich gibt es über Monate keine Baustelle, die vier Ampeln rechtfertigen würden.                                                             Richard Elmerhaus                                                                                                                                    

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