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Garbeck. (R.E.) Klammheimlich und ohne Beteiligung der Öffentlichkeit hat das Amtsgericht Menden den Schläger aus Garbeck, der Martin Vielhaber im Juli 2018 krankenhausreif geprügelt hatte, bereits vor geraumer Zeit zu einer Geldstrafe von 3.000 Euro verurteilt.

„Auf ein öffentliches Verfahren ist verzichtet worden, weil der Sachverhalt klar war“, ließ Oberstaatsanwalt Thomas Poggel vom Landgericht Arnsberg unsere Zeitung auf Anfrage wissen. Aber auch ohne Hauptverhandlung wird der Garbecker, der die Tat gestanden hat, tief in die Tasche greifen müssen. Da er keinen Einspruch gegen die 60 Tagessätze á 50 Euro einlegte, ist das schriftliche Verfahren zu seinen Ungunsten entschieden.

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Brutal zusammengeschlagen
Als am 2. Juli-Wochenende auf dem Schützenfest in Garbeck der 2. Vorsitzende der Schützenbruderschaft Heilige Drei Könige, Martin Vielhaber, so brutal zusammengeschlagen wurde, dass er schwer verletzt mit dem Rettungswagen dem Krankenhaus in Plettenberg zugeführt werden musste, war das Entsetzen über die Stadtgrenzen von Balve hinaus groß. Wie die HÖNNE-ZEITUNG damals exklusiv berichtete, galt schon im Juli 2018 ein Garbecker als Tatverdächtiger. Denn der von der Polizei als Zeuge gehandelte Schützenfestbesucher rückte immer mehr in den Fokus der Ermittler.

Täter leugnet – Taxifahrer überführt ihn
Die Suche nach dem Täter gestaltete sich für die Polizei zwar schwierig, trotz etlicher Hinweise aus der Bevölkerung und der Vernehmung von einigen Schützenfestbesuchern, aber letztendlich war klar: Der Schläger kommt aus Garbeck, obwohl er gegenüber der Polizei geleugnet haben soll, auf dem Schützenfest gewesen zu sein. Ein Taxifahrer sorgte jedoch mit seiner Aussage dafür, dass er überführt wurde.

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Rückblende – 7./8. Juli 2018:
Ein ganz übler Vorfall in der Nacht von Samstag auf Sonntag erschüttert die Schützenbruderschaft Heilige Drei Könige Garbeck. Denn das Fest der Freude und des Frohsinns zeigte am Sonntagmorgen gegen 3.30 Uhr seine häßlichste Fratze.

Was ist passiert?
Martin Vielhaber, seit nunmehr acht Jahren 2. Vorsitzender der Schützenbruderschaft Garbeck, übernahm auf dem Schützenfest die Nachtschicht. Als er gegen 3 Uhr den Bierstand vor der Schützenhalle schließen lassen wollte, soll er von einem Gast mit den Worten angepöbelt worden sein: „Wenn Du zumachst, dann bekommst Du was auf die Fresse.“

Erst im Krankenhaus erwacht
Was wenig später geschah, hat der 2. Vorsitzende der Bruderschaft nicht mehr mitbekommen. Denn als er erwachte, lag er bereits im Krankenwagen. Irgendein rabiater Schützenfestbesucher hatte ihn hinterrücks mit einem Schlag gegen den Kopf so hart getroffen, dass er vorübergehend das Bewusstsein verlor. Wie er heute weiß, war es ein Mann aus Garbeck.

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