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Garbeck/Arnsberg. (R.E.) „Das ist ja wohl ein schlechter Witz.“ Mit diesen Worten kommentierte Martin Vielhaber gestern die Nachricht von der HÖNNE-ZEITUNG, dass der Mann, der ihn in der Nacht vom 7. auf den 8. Juli 2018 auf dem Schützenfest in Garbeck brutal zusammengeschlagen hatte, bereits vor Wochen vom Amtsgericht Menden zur Rechenschaft gezogen wurde.

Seine Äußerung gegenüber unserer Redaktion bezog sich nicht darauf, dass der Schläger aus Garbeck mit einer Geldstrafe von 3.000 Euro davon gekommen ist, sondern auf die katastrophale Informationspolitik der Staatsanwaltschaft Arnsberg. „Bis zum heutigen Tag bin ich davon ausgegangen, dass die Hauptverhandlung noch in Menden stattfinden wird“, so der 2. Vorsitzende der Schützenbruderschaft Garbeck, der nicht damit gerechnet hat, dass die nächtliche Attacke unter Ausschluss der Öffentlichkeit vom Amtsgericht Menden abgehandelt wird.

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„Wenn es schon keine Verhandlung gibt, dann hätte man mir wenigstens sagen können, dass der Täter einen Strafbefehl erhalten hat. Denn jetzt kann ich meine Forderungen an ihn geltend machen“, so Martin Vielhaber, auch mit Blick auf das ihm zustehende Schmerzensgeld und weitere Auslagen, die er im Rahmen der medizinischen Behandlungen hatte.

Heute Abend auf der Welcome-Party im Warsteiner Zelt auf dem Longines Balve Optimum ließ Martin Vielhaber unsere Zeitung wissen, dass er versucht habe, mit der Staatsanwaltschaft Arnsberg ein Gespräch zu führen. Das sei ihm auch fast gelungen.

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„Ich hatte Oberstaatsanwalt Thomas Poggel am Telefon, der mich mit einem anderen Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft verbinden wollte. Daraus ist leider nicht geworden, denn plötzlich war das Gespräch weg“, wundert sich Martin Vielhaber ebenso wie wir über die Kommunikation der Staatsanwaltschaft Arnsberg, die auch für unsere Redaktion nicht zu sprechen war, obwohl wir dreimal in Arnsberg angerufen haben. Auf einen Rückruf warten wir leider immer noch. Vielleicht erfolgt er am Freitag. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

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