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Balve. (R.E.) Die Gemeinschaft Balver Fachhandel ist erbost über Landrat Thomas Gemke und dessen Mitarbeiter vom Straßenverkehrsamt Märkischer Kreis. Grund ist der Umgang der Behörde mit der Baustelle auf der B 229/Hönnetalstraße und die Antwort, die der Fachhandel auf seinen Beschwerdebrief erhalten hat. Dabei geht es dem Vorsitzenden Daniel Pütz nicht nur um den Inhalt, sondern auch das lange Warten auf eine Antwort aus Lüdenscheid.

Vor diesem Hintergrund sandte der Fachhandel abermals einen sehr kritisch verfassten Brief an Landrat Thomas Gemke, in dem es heißt: „Glücklicherweise ist die Verkehrsbeeinträchtigung durch die Baumaßnahme Verziehspur ja nun Geschichte. Zunächst einmal aber vielen Dank für Ihre Antwort. Ein Schmunzeln überkam mich, als ich gestern Ihr Schreiben bekam, das als Antwort auf mein Schreiben vom 11. Juli auf den 22. Juli datiert ist. Es hätte uns aber wohl trotz der verstrichenen 11 Tage noch während der Bauphase erreicht, wenn zwischen Niederschrift und Versand nicht wiederum 8 Tage gelegen hätten, wie der Ausgangsstempel Ihrer Behörde, datiert auf den 30. Juli, belegt. Dieser eher humoristisch zu betrachtende Umstand hat leider einen ernsten Beigeschmack. Denn während unsere Mitglieder mit ihren Geschäften mit jedem Tag, an dem sie derartige Verkehrsbeeinträchtigungen treffen, in immer größere Nöte geraten, die mittlerweile Existenzängste aufkommen lassen, scheinen bei Ihrer Behörde Tage oder auch Wochen nicht so sehr ins Gewicht zu fallen. In der Wahrnehmung unserer Mitglieder spiegelt sich genau diese Einstellung in Ihrer Planungspolitik wider, die uns so belastet.

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Eine derartige Bürgerferne ist meines Erachtens eines der schlechtesten Zeichen, die eine Behörde an seine Dienstherren –

nämlich den Bürger – aussenden kann. Sie schreiben, dass Sie unsere Sorge und unseren Unmut nachvollziehbar finden und unsere Beschwerde ernst nehmen. Gleichzeitig installieren Sie aber trotz unseres Appells künftig mehr Vorausschau in Bezug auf Ampeln und Sperrungen walten zu lassen zwei neue Ampeln, eine von Garbeck Richtung Balve und eine bei der Firma Nitsche. Nach dem Chaos ist vor dem Chaos. Mir ist bewusst, dass all diese Ärgernisse notwendig sind, dennoch ist es meiner Meinung nach diplomatisch sehr unklug, während einer emotional ohnehin schon sehr aufgeheizten Debatte so zu agieren.

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Der in meinem ersten Schreiben genannte Eindruck, den Verantwortlichen sei die Lage vor Ort egal, erhärtet sich somit leider, mein erbetenes Fingerspitzengefühl bleibt aus. Die Folge ist, dass die Nachbarstädte uns mittlerweile als „Ampelstadt“ veralbern und sich über die von uns abwandernde Kundschaft freuen. Das schadet nachhaltig dem Image unseres Standortes und in der ganzen Diskussion haben wir das Thema Sperrung Langenholthausen und den damit seit Monaten herrschenden Beeinträchtigungen, die ebenfalls unsere Mitglieder treffen, noch gar nicht angesprochen. Ebenso wenig die Großbaustellen im Innenstadtbereich, die nicht in Ihrer, sondern in städtischer Verantwortung liegen, aber natürlich ebenfalls zum allgemeinen Missfallen und Kunden- wie Gästeschwund beitragen.

Ehrlich gesagt, weiß ich dieses Schreiben mit keinem Appell zu beenden, den ich nicht schon am 11. Juli an Ihre Behörde gerichtet hätte. Vielleicht lesen Sie den Brief noch einmal und sorgen dafür, dass auch Ihre Mitarbeiter, die letztlich die Maßnahmen planen, unsere Sorgen ernst nehmen“, rüffelt der Balver Fachhandel Behördenleiter Thomas Gemke, der in Balve beheimatet ist und somit genau weiß, wie ärgerlich die derzeitigen Verkehrsbeeinträchtigungen in der Hönnestadt sind.

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