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Balve/Neuenrade. (R.E.) Warum stehen eigentlich Baustellen über Wochen und Monate still, ohne dass ein Arbeiter eine Schüppe bewegt? Diese berechtigte Frage der Bürger mit Blick auf die Baustelle zwischen Langenholthausen und Balve (B229) beantwortet der Chef der UWG-Fraktion Lorenz Schnadt auf Anfrage der HÖNNE-ZEITUNG sehr kritisch. Dabei ist vorrangig der Landesbetrieb Straßen.NRW Zielscheibe seiner harschen Kritik. Schnadt und seine UWG sehen das Verkehrschaos in Balve so:

„Eigentlich könnte man froh sein, dass der jahrzehntelange Renovierungsstau unserer Straßen endlich mal angegangen wird und zusätzlich auch neue Infrastruktur geschaffen wird. Tatsächlich aber ist der Punkt schon weit überschritten, was man als Straßenverkehrsteilnehmer und Anlieger in Balve noch ertragen kann oder bereit ist zu ertragen.

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Neben dem Ärgernis der langen Staus geht es aber auch um weit wichtigere Dinge als der konkrete Zeitverlust. Tatsächlich hängen teilweise ganze Existenzen an den Baumaßnahmen. Das den Balver Fachhändlern die Kunden wegbleiben wurde schon mehrfach erwähnt, aber wer denkt dabei auch an Tankstellen, die über Monate nicht angefahren werden können und an Restaurants, die man ohne schmutzige Schuhe zu bekommen nicht mehr betreten kann?
Die Planungen für derartige Bauvorhaben dauern mindestens mehrere Monate, meistens jedoch Jahre. Ist es aber wirklich immer so überraschend, dass man, wie eigentlich fast immer im zentralen Balver Stadtgebiet, erst beim Ausschachten bemerkt, dass die alten Leitungen nicht die erforderliche, frostsichere Tiefe aufweisen und nun zusätzlich noch tiefer gelegt werden müssen, und sich dadurch der zeitliche Rahmen teilweise verdoppelt?

Warum stehen eigentlich Baustellen über Wochen und Monate still, ohne dass ein Arbeiter eine Schüppe bewegt? Welche Konsequenzen drohen eigentlich den Firmen, wenn Sie den Auftrag zwar annehmen, die Baustelle einrichten, und dann erst mal an anderer Stelle arbeiten?

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Müssen auf den wenigen Kilometern der B 229 zwischen Küntrop und Beckum eigentlich vier(!) Baustellen gleichzeitig eingerichtet sein? Wer koordiniert bei den unterschiedlichen Auftraggebern/Straßenbaulastträgern eigentlich die Straßenbauarbeiten? Gibt es überhaupt eine Koordination?

Dies sind nur einige Fragen, die man sich bei dem immer noch anhaltenden Dauerchaos auf den Balver Straßen stellt. Die UWG-Balve wird das Thema auf der nächsten Sitzung des Bauausschusses (10.09.2019) behandeln, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Vor allem aber um zu verhindern, dass es zukünftig wieder zu einem monatelangen Verkehrsinfarkt in und um Balve kommt“.

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