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Balve/Menden. (R.E.) Der Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde MK führte am gestrigen Mittwoch im Hönnetal von 15.30 bis 20.30 Uhr eine Verkehrsüberwachungsmaßnahme im Zusammenwirken der Verkehrsunfallprävention und repressiven Geschwindigkeitsmessungen durch. Insbesondere erfolgte der Einsatz zur Erhöhung der Verkehrssicherheit von Verkehrsteilnehmern mit motorisierten Zweirädern (wir berichteten). Hier die Bilanz der Ordnungshüter:

In Oberrödinghausen an der B 515 (Parkplatz) sprachen die Polizeibeamten angehaltene Motorradfahrer proaktiv an, um sie auf die besonderen Gefahren des Zweiradverkehrs hinzuweisen. Die Beamten gaben Tipps zu einem gesundheitserhaltenden verkehrsgerechten Verhalten, verteilten Informationsmaterialien und appellierten zu einer die fahrtechnischen Kompetenzen erweiternden Teilnahme an einem Fahrsicherheitstraining.

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Zeitgleich wurden mehrere Geschwindigkeitsmessstellen im Hönnetal und auf der B 229 in Richtung des Naherholungsgebietes im Umfeld der Sorpetalsperre eingerichtet. Die Maßnahmen der Verkehrsunfallprävention wurden somit unmittelbar in der Wirksamkeit überprüft.

Im Hönnetal, in Höhe der Klusensteiner Mühle, wurden während des Messeinsatzes der Radaranlage 1882 Fahrzeuge überprüft (39 Kräder). Hier fuhren 22 Verkehrsteilnehmer schneller als die zugelassenen 50 km/h (1 Krad). Die Geschwindigkeiten bewegten sich bis auf einen einzigen Fahrer im niederschwelligen Bereich und werden mit einem Verwarngeld geahndet. Dieser benannte Fahrer fuhr mit einem PKW mit 93 km/h am Messfahrzeug vorbei und erhält eine Anzeige, welche mit 120 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg geahndet werden.

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Auffällig war darüber hinausgehend ein angehaltener VW-Golf-Fahrer, welcher einen Überrollbügel ungesichert verbaut und das Gewindefahrwerk seines Fahrzeugs unzulässig herunter gedreht hatte, so dass die Verkehrssicherheit wesentlich beeinträchtigt und die Betriebserlaubnis erloschen war. Ihn erwartet ein Bußgeld von 90 Euro und 1 Punkt im Verkehrszentralregister.

In Volkringhausen passierten 2237 Fahrzeuge die Messstelle (76 Kräder). Von diesen überschritten 145 Verkehrsteilnehmer (davon 5 Kräder) die zugelassenen 50 km/h. Acht Verkehrsteilnehmer fuhren deutlich zu schnell, so dass sie mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige sanktioniert werden (mehr als 20 km/h zu schnell). Hierunter befanden sich zwei Motorräder, welche mit den Geschwindigkeiten von 83 km/h (Zulassungskennzeichen Hagen) und 81 km/h (Zulassungskennzeichen Dortmund) gemessen wurden. Dieses Verhalten zieht in beiden Fällen ein Bußgeld von 100 Euro und 1 Punkt in Flensburg nach sich. Erschreckend war die Höhe der Geschwindigkeit eines VW-Fahrers aus dem Märkischen Kreis, welcher zu Beginn der Abendstunden mit 115 km/h gemessen wurde. Die Sanktion beträgt 480 Euro, 2 Punkte und ein Fahrverbot von 3 Monaten.

Bei der technischen Überprüfung eines Motorrades wurde hier ferner festgestellt, dass der Hinterreifen deutlich abgefahren war, was ebenfalls eine Anzeige mit einem Bußgeld von 60 Euro und 1 Punkt bedeutet.

Bei der Geschwindigkeitsmessung in Balve – Beckum passierten 1398 Fahrzeuge die Messstelle (54 Kräder). Im Gesamtergebnis fuhren 111 Verkehrsteilnehmer schneller als die innerorts zugelassenen 50 km/h. Es wurden 104 Übertretungen festgestellt, welche in der Folge mit einem Verwarnungsgeld geahndet werden (davon 7 Kräder). 7 PKW-Fahrer waren deutlich schneller (mehr als 20 km/h Geschwindigkeitsüberschreitung), so dass gegen sie eine Ordnungswidrigkeitenanzeige vorgelegt werden muss. Die schnellste gefahrene Geschwindigkeit betrug 84 km/h, gefahren von einem PKW Ford mit heimischer Zulassung.

Bei einer begleitenden LKW-Kontrolle stellten die Einsatzkräfte die Sammlung von Elektroschrott ohne die erforderliche Genehmigung zum Einsammeln von Abfall fest. Zusätzlich wurde die Sicherung von Ladungsteilen missachtet. Die entsprechende Gewerbeordnungs- und Bußgeldanzeige wird der zuständigen Stelle zugeleitet. Ferner stellten die Beamten hier die verbotene Benutzung eines Handys während der Fahrt fest.

„Im Ergebnis bleibt erfreulich zu bilanzieren, dass von denen im Rahmen der polizeilichen Präventionsarbeit angesprochenen Motorradfahrern kein einziger anschließend zu schnell fuhr“, so der Leiter des Verkehrsdienstes des Märkischen Kreises, Erster-Polizei-Hauptkommissar Claus Croce, gegenüber der HÖNNE-ZEITUNG.

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