Anzeige


Iserlohn. In Dröschede hat sich am Dienstagmorgen ein Mann als Handwerker in ein Haus geschmuggelt. Angeblich müsse er einen Badewannensitz montieren. Es gab zwar keinen Auftrag, aber die 93-jährige, schwer sehbehinderte Bewohnerin, ließ ihn gegen 10.15 Uhr in ihr Haus. Sie konnte nicht verfolgen, was der Mann in Wirklichkeit tat: Er durchsuchte die Wohnung nach Geld oder Wertsachen. Möglicherweise holte er auch einen Komplizen in die Wohnung. Erst am Mittag stellte die Seniorin fest, dass der Unbekannte ihre Geldbörse gestohlen hatte.

So etwas passiert leider immer wieder: Mal kontrollieren die Fremden die Telefonleitung. Mal stimmt angeblich etwas nicht mit der Stromleitung. Oder es soll ein Treppenlift eingebaut werden. Es gibt viele mögliche Vorwände. Nicht jeder, der an der Haustür klingelt, will Böses. Trotzdem rät die Polizei, misstrauisch zu sein. Die Diebe kommen oft zu zweit. Es passiert, dass ein Täter unbemerkt die Tür hinter sich geöffnet lässt, so dass sich sein Komplize mit in die Wohnung schleichen kann.

Anzeige

Deshalb ein paar Tipps: Keine Unbekannten in die Wohnung lassen. Ausweise zeigen lassen. Stadtwerke oder Stromversorger kündigen Wartungsarbeiten in der Regel vorher schriftlich an. Im Zweifel: Telefonnummer aus dem Telefonbuch heraussuchen und das angebliche Unternehmen anrufen. So lange muss der Fremde draußen warten. Nachbarn oder Verwandte hinzu rufen.

Anzeige