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Neuenrade/Balve. (R.E.) Wer von der älteren Generation, der einen Faible für das Fahrrad hatte oder immer noch hat, kann sich nicht an die guten Vaterland-Fahrräder aus Neuenrade erinnern? Sicherlich fast alle und nicht nur die Menschen aus Neuenrade, denen die Fahrrad-Fabrik Vaterland über zig Jahre ein guter Arbeitgeber war, sondern auch viele Balver. Denn auch sie haben schon vor 60 Jahren ein Vaterland-Fahrrad gefahren.

Heute nachmittag wurde zumindest bei mir die schöne Erinnerung an das heimische Unternehmen, das zu den ersten Adressen in der Republik gehörte, geweckt. Denn während der ZDF-Sendung „Bares für Rares“ bot Kriminal-Kommissarin Kerstin Lorenz (54) den Händlern ein Herren-Fahrrad der Marke Vaterland an. „Das habe ich von meinem Vater, der es sich vor 65 Jahren von dem Geld gekauft hat, das er anlässlich seiner Konfirmation erhalten hatte“, erzählte die Tochter, die nach dem Gespräch mit Horst Lichter gespannt war, was die Händler für das Uralt-Fahrrad bieten würden.

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Aber schon nach der Besichtigung waren sich die Händler einig, dass es sich um ein besonderes Exemplar handelt. Deshalb ging alles sehr schnell. Als die 165 Euro vom Händler in die Tasche von Kirstin Lorenz gewechselt waren, hatte das Vaterland-Fahrrad nach 65 Jahren seinen Besitzer gewechselt, zur Freude der beiden Beteiligten.

Zur Geschichte (Wikipedia)
Die Vaterland Werk Friedrich Herfeld Söhne GmbH & Co. KG war einer der ältesten deutschen Fahrradhersteller aus der sauerländischen Kleinstadt Neuenrade, der die gleichnamige Marke „Vaterland Fahrrad“ produzierte. Das Unternehmen war eine der ältesten Fahrradmanufakturen Deutschlands. Kunden waren die deutsche Einzelhandelslandschaft von Aldi, über Metro Real unter den Markennamen Ragazzi sowie die größte deutsche Gruppe Fahrrad XXL bestehend aus den 15 größten deutschen Händlern.

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Das Unternehmen produzierte 250.000 Fahrräder jährlich. Ende 2007 stellte das Unternehmen seine Produktion ein und legte die Produktion still. Das Produktionsgebäude in der Neuenrader Innenstadt wurden im Sommer 2011 abgerissen. Das ehemalige, denkmalgeschützte Verwaltungsgebäude aus Bruchstein blieb erhalten und wurde saniert. Auf dem Gelände entstand eine Seniorenwohnanlage.

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