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Balve/Neuenrade. (R.E./e.B.) Wenn beispielsweise die Schützenbruderschaften oder auch die Männerchöre keine Frauen in ihre Reihen aufnehmen, dann will Finanzminister Olaf Scholz ihnen die Gemeinnützigkeit aberkennen. Eine Idee, die für große Empörung bei den Vereinsvorständen, aber auch beim heimischen CDU-Landtags-Abgeordneten Marco Voge (Mellen) sorgt. Die Vereine befürchten nämlich, dass ihnen bei Aberkennung der Gemeinnützigkeit der finanzielle Kollaps und damit das Aus droht.

Marco Voge übt scharfe Kritik an den Plänen von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), Vereinen mit rein männlicher Mitgliedschaft zukünftig die Gemeinnützigkeit zu entziehen: „Gleichberechtigung ist ein wichtiges Thema. Aber dieser Vorstoß ist ein Schlag ins Gesicht zahlreicher Ehrenamtler und schadet Ehrenamt und Vereinsleben“, betont der Landtags-Abgeordnete und fügt hinzu: „Wahlkampfmanöver sollten nicht auf dem Rücken der Vereine ausgetragen werden.“ Denn das Vorhaben des Bundesfinanzministers werde genau die Vereine treffen, die ein immens wichtiger Bestandteil der Heimat- und Brauchtumspflege bei uns im ländlichen Raum seien.

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Die Gemeinnützigkeitsprüfung müsse nicht an Personen, sondern am Zweck und an der Tätigkeit der jeweilige Vereine ansetzen. Eine etwaige Neuausrichtung des Gemeinnützigkeitsrechts dürfe sich nur an der tatsächlichen Leistung eines Vereins für das Gemeinwohl orientieren. Voge: „Eine Schützenhalle ist ja nicht nur den Schützen vorbehalten, sondern – geschlechtsneutral – ein Begegnungsort für Jung und Alt. Die Gemeinnützigkeit zu entziehen, bedroht die Existenz zahlreicher Vereine“, warnt Voge den Finanzminister davor, seine schräge Idee in die Tat umzusetzen.

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