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Sundern. Große Freude herrscht aktuell in der Stadtverwaltung Sundern und bei Bürgermeister Ralph Brodel. Denn jetzt ging der Zuwendungsbescheid zum Modellprojekt „E-Mobil auf den Bildungshügel“ bei der Stadt Sundern ein.

Mit dem Bescheid erhält die Stadt Sundern eine Zuwendung des Landes in Höhe von 27.000 Euro aus dem aktuellen Programm der Richtlinie zur Förderung der vernetzten Mobilität und des Mobilitätsmanagements – kurz „FöRi-MM“. Mit dem Geld soll ein bundesweit einzigartiges Projekt im Rahmen des schulischen Mobilitätsmanagements in Sundern unterstützt werden.

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Gemeinsam mit den Kooperationspartnern der Stadt Sundern, der Verkehrsgesellschaft RLG sowie dem Zukunftsnetz Mobilität NRW, sollen ausgewählte Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 9 und 10 über ihr Mobilitätsverhalten auf dem Schulweg und in der Freizeit Auskunft geben. Gleichzeitig soll ein Bewusstsein für alternative Mobilitätsformen entwickelt werden, indem für die Dauer von etwa einem Schuljahr einem wechselnden Kreis von Schülerinnen und Schülern an allen drei weiterführenden Schulen je zwei Pedelecs zur freien Nutzung zur Verfügung gestellt werden. Voraussetzung ist, dass überwiegend der Schulweg mit den Rädern absolviert wird.

Ansonsten bestehen keine Nutzungsbeschränkungen. Die Pedelecs, zwei Citybikes sowie vier Mountainbikes (straßenverkehrstauglich ausgestattet), sind bereits vom Zukunftsnetz Mobilität NRW von einem lokalen Händler, der Firma Quadflieg in Hüsten, angeschafft worden. Das Projekt wird wissenschaftlich von der Planersocietät aus Dortmund begleitet. Die Schülerinnen und Schüler werden dabei nach ihren Erfahrungen mit den Elektrorädern und ihrem bisherigen Mobilitätsverhalten befragt.

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Auch wollen die Experten der Planersocietät herausfinden, was die Teilnehmer bewegt, das Rad zu nutzen, aber auch, was sie davon abhält bzw. ihnen die Nutzung erschwert. Die Teilnehmer erhalten bei Projektbeginn eine ausführliche Einweisung sowie ein Fahrsicherheitstraining durch einen zertifizierten Fahrsicherheitstrainer. Zudem erarbeitet die Werbeagentur koko aus Neheim für den Prozess ein Logo und ein Corporate Design.

Bürgermeister Ralph Brodel begrüßt das Projekt: „Wir bieten den Schülern und Schülerinnen des Bildungshügels die Möglichkeit, nachhaltige, klimaschonende und dennoch individuelle Mobilitätsformen auszuprobieren und auf die sogenannten Elterntaxis zu verzichten. Zudem werden wir durch die wissenschaftliche Begleitung Informationen über Push- und Pullfaktoren beim Einsatz von Pedelecs und Fahrrädern auf dem Schulweg erhalten – was sowohl im Bereich des Straßen- und Radwegebaus als auch für die Straßenverkehrsbehörde wertvolle Erkenntnisse liefert.“

Eigentlich sollte der Projektbeginn kurzfristig erfolgen. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation und den damit verbundenen Restriktionen wird jedoch voraussichtlich erst nach den Sommerferien mit dem Projekt begonnen werden können.

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