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Mit großer Freude reagierte der neue Bürgermeister der Stadt Sundern, Klaus-Rainer Willeke, nach der Wahl auf sein sensationelles Ergebnis. Mit 74 Prozent der Stimmen ließ er den CDU-Kandidaten Georg de Pass äußerst alt aussehen. Euphorisch und mit einem Augenzwinkern sagte der neue Rathaus-Chef am Sonntagabend: „Ich nehme die Wahl an.“

Was das für ihn bedeutet, ist klar. Als parteiloser Bürgermeister taucht er in ein politisches Haifischbecken. Denn in der Vergangenheit sind nicht alle im Rat der Stadt Sundern vertretenen Fraktionen pfleglich mit den Bürgermeistern umgegangen, sei es mit Detlef Lins oder auch Ralph Brodel, der geradezu genüsslich von der CDU vorgeführt wurde. Egal, wie er sein Amt auch immer ausgeübt hat, ihn ganz bewusst in einer Ratssondersitzung öffentlich an den Pranger zu stellen, wie dies die Christdemokraten genüsslich getan haben, sollte Willeke eine Warnung sein.

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Zumal CDU-Fraktions-Chef Stefan Lange nach der Wahl öffentlich verkündete: „Mit der Wahl des neuen Bürgermeisters enden fünf verlorene Jahre für Sundern“. Diese Aussage macht deutlich, dass die stärkste Fraktion im Rat der Stadt Sundern den Bürgermeister allein für die verschlafene Entwicklung der Stadt verantwortlich macht. Überdies kündigt WiSu-Chef Hans Klein an, bei Projekten im Sinne der Stadt Sundern den neuen Bürgermeister zu unterstützen, lässt ihn aber auch wissen, dass er es nicht einfach haben wird. Die Weichen für eine spannende 5-jährige Kommunalpolitik in Sundern sind gestellt, aber auch für eine riesige Herausforderung an Willeke.

Der 61-jährige Hagener ist Leiter der Volkshochschule Arnsberg-Sundern und seit 1998 Mitglied von Bündnis ’90/Die Grünen. Vor der Wahl sagte er: „Ich sehe mich in der Lage, die oftmals zerrissen wirkende Stadt Sundern zu einen und Schritte zu einer gemeinsamen guten Zukunft für ihre Bürgerinnen und Bürger zu initiieren.“ All jene, die dem neuen Bürgermeister mit ihrer Stimme am Sonntag ihr Vertrauen ausgesprochen haben, hoffen, dass der „Neue“ die Erwartungen der Bürgerschaft erfüllt und stets im politischen Haifischbecken wehrhaft bleibt.  Richard Elmerhaus

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