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Sundern. (A.G.) In Sundern ist heute der Startschuss für ein deutschlandweit einzigartiges Projekt gefallen: Jeweils zwei Schülerinnen und Schülern der drei weiterführenden Schulen auf Sunderns „Bildungshügel“ werden unter der Aktion „e hoch drei“ ab nun im vierwöchigen (Fahrer-)Wechsel vor allem für ihre Fahrten zur Schule kostenlos ein E-Bike zur Verfügung gestellt.

CO2-Vermeidung, mehr Bewegung, Platzsparen im Straßenverkehr: Unter diesen drei wichtigen Gesichtspunkten hat die Sunderner Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit dem
Zukunftsnetz Mobilität NRW und dem Büro „Planersocietät“ dieses neue Projekt ins Leben berufen. Gleichzeitig gelte dies auch als Pilotprojekt, um Erfahrungen zu sammeln, diese zu analysieren und mit den ermittelten Daten eine Verbesserung sowie den Ausbau voranzutreiben und als Vorbild für andere Regionen dienen: „Dabei sollen sich die ersten sechs Teilnehmer durchaus als Hauptpersonen sehen“, erklärte „Planersocietät“-Mitarbeiter Dennis Stocksmeier vor rund 20 eingeladenen Schülerinnen und Schülern von Realschule, Hauptschule und Gymnasium sowie Vertretern der Presse.

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„Ihr seid somit Botschafter der Verkehrswende, die Experten vor Ort und auch Ideengeber.“ Ziel sei es zudem, vom Auto vermehrt aufs Rad umzusteigen, auch bei Regenwetter: „Tschüss, Elterntaxi! Wir alle sehen am Beispiel des katastrophalen Waldsterbens um uns herum die Auswirkungen durch den Klimawandel. Ihr Schüler könnt bei der Klimaschutzbewegung aktiv werden und gleichzeitig etwas für Eure Gesundheit tun. Das heißt, mehr Radfahren, weniger mit dem Auto gefahren werden und somit CO2-Ausstoß vermeiden“, wandte sich Bürgermeister Ralph Brodel an die Neuntklässler.

Nachdem sich interessierte Schüler an einer Umfrageaktion beteiligt hatten, wurden heute die ersten sechs Teilnehmer „ausgelost“. Von Oktober 2020 bis Juni 2021 werden dann alle vier Wochen neue Fahrer ermittelt. „Zu Dokumentations- und Analysezwecken werden die Schüler ein Videotagebuch führen. In diesem sollen sie nicht nur einzelne Fahrtstrecken angeben, sondern vielmehr auch Verbesserungsvorschläge und Ideen festhalten. Beispielsweise bei Radwegen, die in schlechtem Zustand sind oder wo Probleme bei der Verkehrssicherheit vorherrschen“, erklärte Stocksmeier weiter. Das von der Sparkassen-Stiftung Arnsberg-Sundern und den Firmen Abus und Urbanus finanziell unterstützte Projekt soll nach erfolgtem „Probelauf“ nach den Sommerferien 2021 seine optimierte Fortsetzung finden. Möglichst bereits mit einer erweiterten „Flotte“.

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