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Balve. (R.E.) Fünf Jahre dauerte es, bis sich seine Idee mit der Wirklichkeit vermählte. Nicht zuletzt aus diesem Grunde freute sich Bürgermeister Hubertus Mühling mächtig darüber, dass er heute gemeinsam mit Thomas Schablack vom Landesbetrieb Straßen.NRW den neuen Rad- und Fußweg entlang der Hönne freigeben konnte. Die Kosten für das 510 Meter lange Teilstück des Hönnetalradwegs sowie das Brückenbauwerk, die Beleuchtung, der Rast- und Reparaturplatz und der Grunderwerb belaufen sich auf 565.000 Euro. Gezahlt wird dieser Betrag von der Bundesrepublik Deutschland, da es sich um einen bundesstraßen-begleitenden Radweg handelt.

Noch bevor Mühling und Schablack die Warnbake vom neuen Fuß- und Radweg beseitigten, machte das Stadtoberhaupt darauf aufmerksam, dass es sich bei diesem Projekt um eine ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen der Stadt Balve und Straßen.NRW handelt. Der Landesbetrieb verfügt inzwischen über acht Radverkehrsbeauftragte. Der Grund: Mobilität wandelt sich – also muss sich auch die Planung den neuen Anforderungen an Infrastruktur anpassen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bündeln das vorhandene Know-how bei der Radwegeplanung und stehen als Hauptansprechpartner für planerische Fragen beim Thema Radwegebau zur Verfügung. Auf das Wissen der Radverkehrsbeauftragten können aber nicht nur die Planerinnen und Planer in den Niederlassungen zurückgreifen, Straßen.NRW will bei diesem Thema künftig noch enger mit Kommunen, Verbänden oder den Initiatoren von Bürgerradwegeprojekten zusammenarbeiten.

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„Das haben wir bereits getan, da wir für Straßen.NRW den Bau des neuen Radwegs ebenso durchgeführt haben wie den Erwerb der Grundstücke“, betonte der Bürgermeister vor Ort und bekam von den Radlern und Fußgängern sehr viel Lob für die neue Strecke, die beispielsweise auch als Abkürzung von den Bewohnern „Zum Hohlen Stein“ und „Am Beggenbeil“ genutzt werden kann, wenn sie in den Märkte auf der „Grünen Wiese“ (Hönnetalstraße) einkaufen möchten. Ob demnächst auch die Schützenbrüder der Bruderschaft St. Sebastian Balve mit ihrem Festzug über die Verbindungsstrecke vom Mühlenweg bis zur Balver Höhle marschieren, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass das eine oder andere „Feierbiest“, das in der Stadtmitte wohnt, entlang der Hönne sein Zuhause anstrebt.

Wenn sich die Höhlenbesucher, aber auch alle anderen Fußgänger bei Dunkelheit entlang der Hönne bewegen, ist für sie und die Radfahrer für Licht gesorgt. Denn auf der gesamten Strecke sind Straßenlampen platziert, die gedimmtes Licht auf den Weg werfen, aber hell erstrahlen, sobald Fußgänger und Radfahrer sich in ihrer Nähe befinden. Dass noch nicht alle Lampen leuchten, hat einen Grund: Es handelt sich um ein Pilotprojekt von Westnetz und der Firma Trilux. Wenn die Auswertung der Erprobungsphase vorliegt, werden auch die restlichen Lampen aktiviert.

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Das Planungsbüro für Bauwesen, Finger, aus Sundern, bei der Eröffnung des Fuß- und Radweges durch seinen Geschäftsführer Volker Finger vor Ort, wurde sowohl von Bürgermeister Mühling als auch vom Radverkehrsbeauftragten Schablack für seine gute Arbeit gelobt. Dies galt auch für den Ruhrverband, die Straßenmeisterei Iserlohn, vertreten durch Guido Honert (Beckum), die Baufirma Knoche, Westnetz sowie Ulf Allhoff-Cramer, der es ermöglicht, dass der Durchgang vom Lidl-Markt zum Fuß- und Radweg an der Hönne möglich ist. Bisher war es so, dass das Zugangstor mit einer Kette gesichert war. Nichts ging mehr.

Was noch fehlt, ist die Beschilderung für den Fuß- und Radweg, den der Radler Apprecht als ideales Übungs-Areal für Kinder lobte. Selbst am frühen Abend könnten Eltern mit ihren Kindern auf der ebenen Strecke fahren. Die Beschilderung und einen weiteren Fahrradständer für den Rast- und Reparaturplatz (BILD) wird Bürgermeister Mühling zeitnah in Auftrag geben. Bilderstrecke unter
https://hoennezeitung.de/2020/10/16/fotogalerie/impressionen-vom-neuen-rad-und-fussweg-in-der-hoenne-aue/

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