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Balve/Neuenrade. (R.E./e.B.) Per Video-Livestream können sich die Mitglieder des Hönnevital Fitnessstudios in den nächsten Wochen weiter zu Hause fit halten. Chefin Anja Dransfeld hat gemeinsam mit ihrem Mann Maik Wiesegart, der eine Agentur für Digitalmarketing betreibt, ein entsprechendes Konzept erarbeitet. „Viele Menschen, wie ich selbst auch, benötigen während dieser Zeit eine Struktur, feste Momente im Leben. Beim letzten Corona-Shutdown im Frühjahr haben wir Kurse und Workouts aufgenommen und die produzierten Videos dann auf unserer Website eingestellt,“ berichtet Dransfeld.

Heute sei man mittels der Studiosoftware und einer eigenen App für Smartphones (wie auch eines Zugangs über die Website) in der Lage, die Kursverwaltung, sprich Anmeldungen für die Fitnesskurse, vollständig digital abzubilden. Darum ist man nun in der Lage, Kurse live per Videostreaming im Netz stattfinden zu lassen, bei denen sich die Mitglieder vorab online anmelden können. „Wenn sich das Mitglied angemeldet hat, bekommt es für den Kurs eine Einladung zugesendet. Zur Startzeit kann man sich einloggen und das Kursprogramm daheim mitmachen. Ein Riesenvorteil ist, dass unsere Trainer die Teilnehmerinnen und Teilnehmer per Video auch in der Ausführung der Übungen korrigieren können,“ erzählt Anja Dransfeld.

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Anja Dransfeld im Livestream bei den Proben für die Onlinekurse des Fitnessstudios.

Eine weitere Aktion des Balver Fitnessstudios sorgte ebenfalls für regen Zuspruch: „Wir haben unseren Mitgliedern angeboten sich für die Zeit der Schließung transportable Kleingeräte aus dem Studio auszuleihen. Von Spinning-Rädern über Hantelsets bis hin zu Trampolinen,“ so Hönnevital-Chefin Dransfeld. Man konnte sich vor Anfragen kaum retten und freut sich nun, dass so viele der Trainierenden nicht nur alleine zu Hause trainieren können, sondern auch die angebotenen Online-Kurse mit entsprechendem Equipment mitgemacht werden können.

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Auch wenn die Balver Fitnessunternehmerin als Dienstleisterin im Bereich Gesundheit alle neuen Corona-Maßnahmen nachvollziehen kann, ist die erneute Schließung schon ein Kraftakt: „Es wurden von Seiten der Regierenden Hilfsprogramme angekündigt und auch Kurzarbeit ist nach wie vor für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich. Trotzdem haben wir in diesem Jahr auf der einen Seite mit sehr vielen Kündigungen und kaum neuen Mitgliedsverträgen zu kämpfen und auf der anderen Seite haben wir vielen älteren und vorerkrankten Mitgliedern eine Ruhezeit ohne Beiträge ermöglicht, die sich einfach dem Risiko einer Infektion nicht aussetzen wollen.“

Wie und wann es für das HönneVital weiter geht, weiß man leider zurzeit noch nicht. Die Beschränkungen der NRW-Landesregierung sind bis zum 30. November angesetzt, aber Anja Dransfeld ist nicht sehr optimistisch: „Im Frühjahr dauerte die Schließung letztlich auch länger als wir zuerst angenommen haben und gerade in der Herbst- und Winterzeit wird es doch wesentlich schwieriger, da wir alle mehr drinnen sind und das Leben halt nicht draußen stattfinden kann.“

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