Laudator Alexander Schulte (l.) und Ortsvorsteher Christoph Haarmann gratulierten Regina Schmoll zur Dorfplakette Garbeck. Fotos: Roland Krahl

Garbeck. Selbst die Sonne ließ es sich nicht nehmen, zum Patronatsfest Hl. Drei Könige in Garbeck vorbeizuschauen, auch wenn es diesmal keinen Festzug von der Kirche zur Schützenhalle gab. Denn traditionell begann die Feier bereits in der Kirche mit einem festlichen Hochamt, bevor der weltliche Teil in der Schützenhalle fortgesetzt wurde.

Die Hl. Drei Könige wurden durch das Dorf geschickt.

Die Schützenhalle füllte sich zusehends und Ortsausschuss-Vorsitzender Alexander Schulte konnte eine stattliche Anzahl an Gästen begrüßen. Er dankte in diesem Zusammenhang den 65 Jungen und Mädchen sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die sich wieder für das Sternsingen engagieren. Auch in diesem Jahr fließt das Geld der Aktion in das Projekt „unserer Schwester Damian Maria Boekholt. Von Deutschland aus unterstützt sie Ordensschwestern in Afrika mit ihrer Erfahrung. So werden wieder Straßenkinder in Riruta unterstützt“, teilte Alexander Schulte den Anwesenden mit.

Trotz des Werktags war die Halle zur Patronatsfeier gut gefüllt.

Und dann kam er auch gleich zum Punkt – der Verleihung der Dorfplakette von Garbeck. „Wir sind hier, um einen Menschen zu ehren, der über viele Jahre hinweg Verantwortung übernommen hat – nicht aus Pflichtgefühl, nicht aus Eigennutz, sondern aus einer tiefen inneren Überzeugung heraus, dass es unsere gemeinsame Aufgabe ist, füreinander einzustehen. Regina Schmoll hat sich über zig Jahre hinweg im Vorstand der Caritas engagiert und damit ein starkes, verlässliches Fundament für die soziale Arbeit in unserer Gemeinde und darüber hinaus mitgeschaffen“, so der Ortsausschuss-Vorsitzende in seiner Laudatio.

Diese Dorfplakette erhielt Regina Schmoll.

Er betonte weiter, dass Regina Schmoll in ihrem Ehrenamt immer nach Lösungen gesucht habe und nicht den schnellen Applaus. „Das verdient unseren tiefen Respekt.“ Alexander Schulte betonte, dass sie aber auch stellvertretend für alle Menschen steht, die sich ehrenamtlich engagieren. Er ermutigte dazu, sich von diesem Elan anstecken zu lassen und der Ausgezeichneten nachzueifern.

Regina Schmoll, die völlig überrascht wurde durch diese Ehrung, nahm die Plakette und den Blumenstrauß entgegen. „Wir mussten zahlreiche Hebel in Bewegung setzen, damit sie heute in die Schützenhalle kam“, so Alexander Schulte. Doch letztendlich haben alle Eingeweihten dicht gehalten und die Überraschung für die Geehrte war umso größer.

Den Gratulanten schloss sich auch Ortsvorsteher „Immel“ Christoph Haarmann an. Seine Rede war zunächst von einem kleinen Rückblick geprägt, von den Jubiläen, die gefeiert wurden, vom Zirkusprojekt, Konzerten, Biergarten und dem Weihnachtsmarkt. Bedauerlich fand er, dass zwei Vereine, die Frauengemeinschaft Garbeck und die SGV-Abteilung Garbeck, ihre Vereine auflösen mussten. In diesem Zusammenhang kritisierte er, dass die Dachverbände einen sehr hohen Anteil der Mitgliedsbeiträge fordern, obwohl die ehrenamtliche Arbeit vor Ort gemacht würde.

Auch er dankte den Ehrenamtlern für ihre Arbeit. „Denn ohne euch läuft nichts, nichts im Verein, nichts im Dorf und auch nicht in der Stadt. Ihr seid der wichtigste Grundstock für ein intaktes Dorfleben“, dankte der Ortsvorsteher und wünschte sich in diesem Zusammenhang, dass alle ein bisschen positiver denken und reden würden. „Sagt eurem Mitmenschen doch mal öfters: Das habt ihr aber gut gemacht, das ist schön geworden!“

Die vermutlich letzte Patronatsfeier an einem Werktag war jedenfalls schön. Ob ab dem Jahr 2027 die Feierlichkeiten immer samstags nach dem 6. Januar ausgerichtet werden, wird sich an diesem Samstag entscheiden. Dann hat nämlich der MGV Amicitia Garbeck seine Jahreshauptversammlung, traditionell und festgeschrieben. „Wenn die Mitglieder für eine Verschiebung des Termins stimmen, kann das Patronatsfest demnächst an diesem Tag stattfinden. Fällt die Entscheidung negativ aus, bleibt alles so, wie es ist“, erläuterte Alexander Schulte. Doch er und auch Ortsvorsteher Christoph Haarmann gehen davon aus, dass die Sänger einer Verschiebung zustimmen werden.   kr