Neuenrade. Gleich zu zwei Bürgerversammlungen hat die Stadt Neuenrade eingeladen um über den weiteren geplanten Ausbau der Windenergie auf dem Kohlberg und im Bereich Affeln/Altenaffeln zu informieren. Zur ersten der beiden Veranstaltungen, wo es um den Bereich Kohlberg ging, fanden sich rund 50 Interessierte im Saal des Kaisergartens ein.
Bevor die Möglichkeit bestand an Schautafeln Mitarbeitern der SL Naturenergie gezielt Fragen zu den Vorhaben zu stellen, betonte Bürgermeister Antonius Wiesemann die positive Zusammenarbeit mit dem Unternehmen, welches einen Teil der erwirtschafteten Erträge an die Stadt Neuenrade leitet, die wiederum den Betrag auf heimische Vereine aufteilt. Außerdem, so hofft das Stadtoberhaupt, künftig auch den Anbau der Burgschule so bezuschussen zu können. „Wind für Bildung“, so das Motto.
Begrüßen konnte Wiesemann unter den Anwesenden auch Vertreter der Industrie sowie der Forst- und Landwirtschaft. Während der bereits bestehenden Windpark am Kohlberg um drei weitere Windräder erweitert werden soll, ist im Bereich Affeln und Altenaffeln die Errichtung von sechs Stromerzeugern in Planung. Zu beiden Bauvorhaben können Bürger in der Zeit vom 10. April bis 16. Mai Stellung beziehen.
Unter den Zuhörern im Kaisergarten war auch Lokalpolitiker Ulrich Naumann (Grüne). Der Befürworter der Windenergie erinnerte im Gespräch mit der Hönne-Zeitung an den Ausstoß des Kühlturms in Werdohl. Die Dampfwolken haben zum Teil in Neuenrade das Sonnenlicht verschleiert, von den Emissionen, die je nach Windrichtung sich über weite Teile des Landes verbreiteten ganz zu schweigen.
Was die verträgliche Nutzung von Windenergie angeht, seien wir auf einem guten Weg, so Naumann. Was die Inbetriebnahme der geplanten Anlagen betrifft, geht er von zwei bis drei Jahren aus.
Die zweite Informationsveranstaltung ist für Donnerstag, den 3. April um 18 Uhr im Bürgerhaus Altenaffeln geplant. Dann wird sich zeigen, wie die Anwohner der vorgesehenen Areale zum Thema Windräder stehen und ob den Planern ein laues Lüftchen oder scharfer Gegenwind entgegen bläst. sp
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Titelfoto: Ulrich Naumann erinnerte an die Umweltbelastung durch das einstige Kraftwerk in Werdohl. Foto: Karsten Sprawe