Die beiden kleinen Teilchen am Schuh könnten Meteoritenbruchstücke sein. Eine Untersuchung bringt Klarheit. Fotos: privat

Balve/Eifelgebiet. Markus Paul, Neu-Balver und interessierter Hobby-Astronom (WR Print berichtete), beteiligt sich derzeit an der Suche nach möglichen Fragmenten des aktuellen Meteoritenfalls bei Koblenz. „Als privater Meteoritensucher verfolge ich solche Ereignisse schon seit mehreren Jahren und habe auch Erfahrung aus früheren Suchaktionen“, erzählt er der HÖNNE-ZEITUNG aus dem Suchgebiet.

Markus Paul zog vor 14 Tagen nach Balve und ist jetzt auf Meteoritensuche.

Bereits 2018 war er bei der Suche nach Fragmenten des sogenannten Renchen-Meteoriten in Baden-Württemberg beteiligt. Dabei konnte er mehrere ferromagnetische Stücke finden und zur Untersuchung an das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt einsenden. Die Analyse ergab später, dass es sich nicht um Meteoriten, sondern um Eisenschlacke handelte. „Trotzdem wurde mein Engagement vor Ort gewürdigt: Der Bürgermeister von Renchen ehrte mich für meine Initiative und für ein kleines Büchlein, das ich über die damalige Meteoritensuche geschrieben habe. Dieses wurde im Stadtarchiv von Renchen archiviert“, berichtet er stolz von der damaligen Suche.

Das Gebiet ist weitläufig, das die ESA nach Meteoritenrückständen absuchen lässt.

In dieser Zeit lernte er aber die systematische Suche nach möglichen Meteoritenfragmenten. Für die aktuelle Suche verfügt er zudem über eine aktuelle Streufeldkarte, anhand derer geeignete Gebiete im Raum Koblenz gezielt abgesucht werden können.

Die HÖNNE-ZEITUNG wünscht Markus Paul viel Glück bei der Suche nach Bruchstücken aus den Weiten des Weltalls.