Sonderteil Ausbildung – 

Balve. Frank Levermann, Inhaber der Schlosserei Blüggel, ist die Enttäuschung anzumerken. „Es wird immer schwerer, Auszubildende zu bekommen. Die Schulen sind daran aber nicht ganz unschuldig“, macht er seinem Frust freien Lauf.
Nach seiner Ansicht sehen die weiterbildenden Schulen zu, dass sie ihre Quote mit Q-Vermerk hochhalten und somit den Jugendlichen einen besseren Weg ins Gymnasium und später ins Studium vorgaukeln. Das Handwerk bleibt dabei auf der Strecke, denn seit vielen Jahren schon, laufen Handwerksbetriebe hinter Jugendlichen her und versuchen sie, für ihren Betrieb zu gewinnen. „Es wird aber immer schwieriger.“
Was machen die Betriebe dagegen? „Viele, ich auch, geben schon zusätzliche Leistungen, wie etwa Bike-Leasing, dazu, um so die Ausbildung von der finanziellen Seite interessanter zu machen. Doch ein Lockangebot soll das nicht sein. „Es nutzt mir kein Auszubildender, der wegen des Geldes kommt, er muss auch entsprechendes Interesse zeigen.“ Frank Levermann hat in seiner 32-jährigen Zeit als Ausbilder schon beide Seiten kennengelernt und weiß, dass diejenigen, die mit Interesse dabei sind, große Chancen haben, auch in Zukunft weiterzukommen.
Schließlich ist mit dem Gesellenbrief nicht Schluss. Mit dem Meisterbrief kann sogar sofort ein Studium begonnen werden. „Die Zeit ist somit nicht vergeudet. Im Gegenteil. Mit dem praktischen Fachwissen fällt das Studium und hinterher der Beruf wesentlich leichter“, wirbt Frank Levermann.
Dabei sind die meisten Einstellungsvoraussetzungen im Handwerk der Abschluss der Hauptschule. Trotzdem sollte gerade in seinem Beruf Mathe, Physik und Chemie nicht grottenschlecht sein. Denn Kreativität und Ideenreichtum sind ebenfalls wünschenswert. Körperlich fit sollte man zudem sein, dann ist das Handwerk ein abwechslungsreicher Beruf, der Spaß machen kann.
Und das dieses von den Schulen den Jugendlichen vermittelt wird, das wünscht sich der Metallbauermeister.kr