Garbeck. Experimentierfreudig zeigte sich am vergangenen Wochenende die Amicitia Garbeck bei ihrem 165. Jubiläum. Freitagabend lief noch alles ganz klassisch in Form eines Sängerfestes ab. Insgesamt neu Chöre hatten sich angekündigt, den Garbeckern ihre Glückwünsche zu übermitteln. Darunter der Frauenchor Evingsen, Frauenchor Emsdetten, der Singkreis Wennigloh, der Liederkranz Affeln, der Männerchor 1874 Balve, Eintracht Mellen und Cäcilia Volkringhausen.
Mit ihrem „Tshotsholoza“ einem afrikanischen Stück, das von Jörg Rüßmann am Cajon begleitet wurde setzten die Balver ein Ausrufezeichen hinter das Finale und mussten gemeinsam mit ihrem Dirigenten Hubertus Schönauer noch eine Zugabe geben. Anschließend wurde noch zur Musik von Thomas Weber gefeiert.
Während freitags die Chöre noch teilweise drei Stücke sangen, um das Programm dicht genug zu gestalten, war die Anmeldequote am Samstag ungleich höher. Viele Chöre waren gespannt auf das neue „Chorfestival“-Konzept der Geburtstagskinder. Insgesamt 19 hatten sich angemeldet.
Da die meisten Gäste die Bitte der Garbecker sich auf ein bis maximal zwei Stücke zu beschränken, großzügig nach oben auslegten, wurde das Programm auch entsprechend lang. Umso erstaunlicher, dass es den Moderatoren immer wieder gelang, Ruhe in das Publikum zu bekommen, das immerhin bereits zwei Stunden zur Happy Hour ab 17 Uhr geladen war, bevor das eigentliche Konzert um 19 Uhr begann. Die Halle war voll und mit einer Mischung aus Steh- und Sitzgelegenheiten „bestuhlt“. Die Beiträge waren durchweg hörenswert.
Besonders hervor taten sich die Kinder von Camina und Cantilena und Cantata, die im Anschluss an den furiosen Einmarsch der Amicitia und ihrem humoristischen „Bella Napoli“ das weitere Programm eröffneten. Auch die Erwachsenenchöre, die aus ganz nah (Langscheid, Eisborn, Garbeck, Mellen Balve, Langenholthausen) und fast fern (Allendorf, Lüttringen, Sundern, Bruchhausen, Stockum) angereist waren, wussten mit ihren meist schwungvollen Darbietungen zu überzeugen.
Nach dem offiziellen Teil spielte dann die Band „Take Off“ mit Sänger Michael Albers, der auch gleichzeitig Chorleiter in Garbeck ist, auf und animierte zum Tanzen. Eine Partyband, die sich sicherlich auch auf dem einen oder anderen Schützenfest gut machen würde, vor allem, da sie trotz Vollbesetzung in allen Lautstärken zu überzeugen wusste.
Trotz der mitreißenden Musik fand sich noch die eine oder andere Pause, in der noch das eine oder andere Thekenlied gesungen wurde und den Zusammenhalt zwischen den einzelnen Chören stärkte.
Der Vorstand der Amicitia zeigte sich nach seiner Nachlese mit dem Wochenende vollumfänglich zufrieden: „Wir können uns gut vorstellen, das Ganze nochmal so zu machen!“ DP