Balve. Überaus zufrieden zeigte sich am späten Abend Büchereileiterin Steffie Friske über die „Nacht der Bibliotheken“, die über den Nachmittag und Abend verschiedene Höhepunkte für Groß und Klein parat hatte. Sicherlich stand die Eröffnung des neugestalteten Parks für die Belange der Bücherei im Fokus.
Bürgermeister Hubertus Mühling ließ es sich nicht nehmen, diesen Part selbst in die Hand zu nehmen. Gleichwohl war es keine offizielle Eröffnung, denn einige Dinge müssen noch vollendet werden. Die offizielle Eröffnung des Parks durch die Stadt Balve steht also noch in einigen Wochen bevor. Doch für die Nacht der Bibliotheken bildete er schon jetzt einen würdigen Rahmen.
Am Nachmittag konnten so bei herrlichstem Frühlingswetter die Kinder im Park basteln und nach Belieben toben. Währenddessen in der Bücherei die Eltern die Bücherschnäppchen von der Fensterbank durchblätterten. Die Aktionen wechselten sich immer wieder ab, von Kinderkino bis Buch-Speed-Dating.
Mit einbrechender Dunkelheit erstrahlte der Park und die Büchereifront im illuminierten Licht der bunten Scheinwerfer. In der Bücherei lud Michael Martin zur Lesung seines Buches aus „Heißer geht‘s nicht!“ ein. Viele Lacher und Witzeleien gab es aus dem Leseraum zum Liebesleben der Sauerländer zu hören.
Voller Erwartung strömten am späten Abend die großen und kleinen Besucher in den Park. Hier hatte das Duo Funkenspiel aus Lünen zur „literarischen Feuershow“ eingeladen. Extra für diesen Tag hatten sie dies einstudiert – die Balver erlebten somit eine Weltpremiere. Das Duo will das in ihrem Programm auch weiterhin vorhalten.
Mit einem Bücherregal als Bühnenbild passte alles zum Thema. Denn Funkenspiel präsentierte die großen Werke der Literatur mit feurigem Spiel. Dabei wurde die eigene Fantasie angeregt. Man wurde in die Welt von Herr der Ringe oder Peter Pan versetzt, indem der Junge aus Nimmerland mit feurigen Degen gegen Kapitän Hook kämpfte. Die Besucher waren von der Vorstellung fasziniert, während der Mond den Park in schummriges Licht hüllte. kr
Titelfoto: Das Spiel mit dem Feuer auf der Reise durch die Literatur. Fotos: Roland Krahl