Stadt Balve. Das nicht nur ein Stromausfall für katastrophenähnliche Zustände sorgen kann, sondern auch ein kompletter Telefonausfall von Festnetz und Handy sowie Internet, zeigte sich den Tag über in der Stadt Balve. Nach Informationen des Süderländer Volksfreund waren bei Arbeiten im Balver Wald, die im Zusammenhang mit dem Bau der neuen Windkraftanlagen stehen, die Zuleitungskabel nach Balve zerfetzt worden.

Alle Telekom-Anschlüsse waren davon betroffen. Die Folge war, dass in Balve das öffentliche Leben starken Einschränkungen unterlag. Bankautomaten funktionierten nicht mehr wegen des fehlenden Internets, ebenso, wie die Bezahlterminals in den Geschäften. Firmen waren nicht mehr erreichbar und konnten selber auch nicht mehr telefonieren.

Auch die Feuerwehr Neuenrade und das Technische Hilfswerk unterstützten mit Lautsprecherdurchsagen.

Die Folge war, dass in Balve ein Notfallplan in Kraft trat. Die Feuerwehrgerätehäuser wurden besetzt, um im Notfall schnelle Hilfe leisten zu können und damit die Balver einen Ansprechpunkt hatten. Die Polizei wurde in Balve verstärkt, die Streifentätigkeit erhöht. Zwecks Lautsprecherdurchsagen und Präsenz in den Stadtteilen wurden zudem ein Fahrzeug aus Neuenrade sowie das Technische Hilfswerk (THW) alarmiert. Sie fuhren durch die Straßen und informierten so die Balverinnen und Balver und bildeten Ansprechpunkte. 

Am Abend kam dann Entwarnung. Pressesprecherin Yvonne Schäfer teilte gegen 19.30 Uhr mit: „Die Feuerwehr Balve baut alles zurück. Das Problem des Netzausfalls wurde behoben.“ Ein ereignisreicher Tag ohne Telefon, Handy und Internet im Anschlussbereich 02375 ging damit zu Ende und zeigte einmal mehr, wie abhängig unsere Gesellschaft von den modernen Kommunikationsmitteln ist.   kr