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Von Richard Elmerhaus

Balve. Die Garbecker Straße ist trotz 30-km-Zone für viele Autofahrer eine Rennstrecke. Aus diesem Grunde fürchten vor allem junge Familien um ihre Kinder. Da nur allzu selten Geschwindigkeitskontrollen auf diesem Streckenabschnitt durchgeführt werden, stellte eine Familie eine Starenkasten-Attrappe auf, die ihre Wirkung nicht verfehlte.

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Allem Anschein nach auch bei einem Autofahrer, dem die Blitz-Attrappe überhaupt nicht gepasst hat. Denn warum sonst tauchten jetzt zwei junge Polizeibeamtinnen aus Menden in der Garbecker Straße auf.

Wie sich Sekunden später herausstellte, waren sie nicht gekommen, um eine Geschwindigkeitskontrolle durchzuführen, sondern nach der Attrappe Ausschau zu halten. Als sie sie letztendlich auf dem Grundstück hinter einer Mülltonne ausgemacht hatten, transportierten sie die Starenkasten-Attrappe auf die Garbecker Straße, holten ihre Kamera hervor und hielten den Moment im Bild fest.

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Wer jetzt denkt, die beiden Polizeibeamtinnen hätten das Gespräch mit den Eigentümern der Blitz-Attrappe gesucht, ist auf einem verkehrten Dampfer. Genau so leise wie sie mit ihrem BWM-Streifenwagen zum „Tatort“ gefahren waren, genauso leise und von der Familie unbemerkt machten sie sich aus dem Staub.

Wir wollten von Polizeidirektor Lorenz Schnadt wissen: Wie geht die Geschichte denn jetzt weiter? „Die Kolleginnen werden einen Bericht schreiben und demjenigen, der sich über die Attrappe beschwert oder gar Anzeige erstattet hat, mitteilen: Das Aufstellen der Starenkasten-Attrappe auf dem eigenen Gelände ist kein Straftatbestand.“

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