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Langenholthausen. (R.E.) Als Bernhard Habbel am Valentinstag vor 33 Jahren das Haus Habbel in Langenholthausen von seinen Eltern übernahm, waren die Gäste begeistert. Nur der ehemalige Pastor reagierte äußerst ungehalten. Für ihn war die Eröffnung eines Restaurants in der Fastenzeit ein Ding der Unmöglichkeit.

„Damals musste ich mir einiges vom Pastor anhören, aber es gab keine Alternative zum 14. Februar, dem Valentingstag 1986“, betont Chef-Koch Bernhard Habbel, der seit 1989 gemeinsam mit seiner Frau Jutta das Haus Habbel mit großem Erfolg, aber auch mit harter Arbeit betreibt.

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Beim Ehepaar aus L.A. gibt es von Beginn an eine klare Aufgabenteilung. Während der Ehemann für die Zubereitung der Speisen zuständig ist, kümmert sich seine Gattin um den Servicebereich. Hier arbeitete sie bereits drei Jahre vor der Hochzeit im Jahr 1989.

„Ich wollte das Restaurant natürlich vor der Fastenzeit eröffnen. Es war aber so kalt, dass bei den Umbauarbeiten der Putz nicht an den Wänden kleben blieb. Deshalb mussten wir eine Pause einlegen und kamen dadurch leider in die Fastenzeit“, erzählt Bernhard Habbel, der heute über die Auseinandersetzung mit dem Geistlichen schmunzeln kann.

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Blickt er gemeinsam auf die vergangenen 33 Jahre zurück, erwähnt er seinen langjährigen Kollegen in der Küche, Guido Rademacher. „Wir haben 20 Jahre lang sehr gut zusammengearbeitet.“ Heute sind Bernhard und Jutta Habbel allein für die Gäste zuständig. Angesprochen auf ihre persönliche Bilanz, sagen die beiden Gastgeber: „Es ist eine schöne, aber auch harte Arbeit. Und wenn wir mal in den Rückspiegel blicken, dann sind wir die Dinosaurier der Gastronomie in Balve. Wir haben bestimmt 25 Mitbewerber mit unserem Haus Habbel überlebt.“

Aber all die Mühen und die stark eingeschränkte Freizeit stecken Bernhard und Jutta Habbel, die an jedem Wochenende arbeiten müssen, weg. Der Grund: „Wir haben inzwischen sehr viele und dankbare Stammgäste, die immer wieder zu uns kommen, auch wenn es um größere Feiern geht.“ Sie und auch viele andere Gäste werden sicherlich ebenso wie unsere Zeitung Bernhard und Jutta Habbel ganz herzlich zum Schnapszahl-Jubiläum gratulieren. Und ihnen zurufen: „Weiter so. Es passt schon!“

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