Balve. (R.E.) Zu einem Abendspaziergang durch die Stadt Balve hatte UWG-Fraktions-Chef Lorenz Schnadt all jene Damen und Herren eingeladen, die am 13. September 2020 für den Rat der Stadt Balve kandidieren. Nicht nur die Resonanz, sondern auch die Stimmung war gut, als sich die UWG-Kandidaten durch die Stadt Balve bewegten und sich einige markante Punkte aus dem Städtebauförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen ansahen, um sich im Detail damit zu befassen.
Genau so unaufgeregt wie die Damen mit ihren Pferden die Hoffmeisterstraße passierten, beschäftigte sich die UWG mit der Straße, an der der Zahn der Zeit nagt. Das Verbundsteinpflaster weist erhebliche Mängel auf. Ob die Hoffmeisterstraße wie geplant komplett erneuert wird, daran hegt die UWG Zweifel. „Es gibt viel schlechtere Straßen in Balve“, so Schnadt, der darauf verwies: „Sollte die Hoffmeisterstraße erneuert werden, trägt die Kosten allein die Stadt Balve. Die Anlieger können nicht beteiligt werden, weil der Komplettausbau erst vor 25 Jahren vorgenommen wurde.
Sodann ging es nach Meinung der UWG in die teuerste Straße der Stadt Balve – die Dreikönigsgasse, die für mehr als 450.000 Euro ausgebaut wurde. Hier kamen Zweifel auf, ob der Schwerlastverkehr, der die Firma Zimmermann anfahren möchte, die enge Straße nutzen kann, wenn die Garbecker Straße nicht mehr als Zufahrt zur Verfügung steht. Wann die Garbecker Straße, ähnlich wie die Dreikönigsgasse, von Grund auf erneuert wird, steht allerdings in den Sternen. „Das wird sicherlich noch was dauern“, so die UWG.
Von der Dreikönigsgasse, die als sehr gelungen gelobt wurde, spazierten die UWG-Kandidaten bis zur ehemaligen Gaststätte Krüdewagen, inzwischen ein Schandfleck an der Hauptstraße. Anders der neue Radweg, der vom Mühlenweg über die Hönnebrücke am Netto-Markt vorbei in die Hönnewiesen führt. Bevor es jedoch dahin ging, besuchte die UWG den Rastplatz an der Hönne, direkt hinter dem Einkaufsmarkt gelegen ist und von CDU-Ratsmitglied Willmes als „Rattentanzplatz“ bezeichnet wird. Die UWG-Kandidaten lobten die Ruhestätte ebenso wie den Radweg, der nach Fertigstellung bis zur Balver Höhle führen wird.
Sehr erstaunt waren Schnadt und Co. allerdings, dass der Bundesstraße-begleitende Radweg derzeit nicht weiter gebaut wird. Auf Nachfrage war zu erfahren: „Die Brücke, die im Bereich Hohler Stein über die Hönne führt, müsse erst aushärten.“ Die Reaktion vor der Brückenabsperrung war ungläubiges Kopfschütteln, denn Bürgermeister Hubertus Mühling hatte verkündet, dass der Radweg noch in diesem Jahr fertig gestellt wird. Hier einige Bilder vom heutigen Abendspaziergang: