Daniel Pütz (l.) produzierte das neue Album von Marlon Kerkenberg.Foto: privat
Balve. Marlon Kerkenberg ist „Gebor’n in Neuenrade“, wie Fans seiner letzten Platte wissen. Seit seiner letzten EP war der 30-jährige Reggae-Musiker nicht untätig und hat neben etlichen Auftritten viel Zeit im Studio verbracht. Mit seinem Projekt „Triebwerke an, Alltag aus!“ ist ein ganz eigenes Album entstanden, das Kerkenberg selbst als „mein Partyalbum“ beschreibt. Und da hat er recht: Songs wie „Tequila Sunrise“, die dem Album auch den Namen geben, laden zum Mitsingen und Grooven ein.
Zu den hypnotischen Reggae-Harmonien mischt sich das Instrumental-Arrangement von Produzent Daniel Pütz. Seien es Mariachi-Bläser, die das Mexiko-Feeling der Spirituosenhymne „Tequila Sunrise“ unterstreichen oder verrückte Synthie-Sounds, die in „Ich brauche immer mehr“ die aggressiv treibende Kraft einer intensiven Liebesaffäre in Klang verwandeln. Mit „Wenn der Rhododendron in Seelscheid blüht“ liefert Kerkenberg auch wieder einen waschechten Heimathit, der vor Lokalpatriotismus nur so strotzt und jeden Sauerländer zum Mitwippen animieren dürfte.
Aber auch ernste Themen finden Platz. In: „Ich bete für Frieden“, ruft Kerkenberg nachdenklich: „Oh Gott, ich habe Angst, was passiert!“ und thematisiert eindrücklich den Krieg in der Ukraine.
Das Wechselspiel zwischen Ernsthaftem und locker-lässigen Nummern, wie „Reg dich nicht auf“ macht „Tequila Sunrise“ zu einem abwechslungsreichen und innovativem Hörgenuss made in Balve. Die Stücke wurden allesamt bei Musik und Medien Balve produziert.
Das Album ist gegen Spende als Downloadcard unter marlonkerken
berg@t-online.de erhältlich. Das Album läuft derzeit auch im Lokalradio bei Radio MK in der Sendung Music-Train. Wer einen kleinen Online Vorgeschmack haben möchte, kann sich diesen bei YouTube holen. Hier gibt es einen Teaser zu „Tequila Sunrise“ in dem Sänger Marlon Kerkenberg und Produzent Daniel Pütz in humoristischer Art als Anime Figuren auftauchen. Anschauen lohnt sich. Außerdem wird in dem Video
die Antwort gegeben, warum denn nunum alles in der Welt die Strandbar in Flammen stand. Oder etwa doch nicht?




