Mellen. Der gemischte Chor Melodie Mellen feiert am 8. und 9. Mai sein Jubiläum im Rahmen eines Sängerfestes unter dem Motto: Sommer, Sonne, Strand. Die HÖNNE-ZEITUNG spricht mit der Vorsitzenden Mechthild Blöink über ihren Verein.
Was bedeutet Melodie Mellen ganz persönlich für Sie?
Melodie Mellen bedeutet für mich vor allem Zusammenkommen, Spaß und echte Gemeinschaft. Es ist ein Ort, an dem man miteinander lacht, singt und einfach gerne Zeit verbringt.
Wissen Sie noch, wann Sie zum ersten Mal dachten: „Das ist mehr als nur ein Chor für mich“?
Eigentlich war dieses Gefühl von Anfang an da. Über die Jahre hinweg hat sich dieser Gedanke immer weiter intensiviert, sodass der Chor für mich heute viel mehr ist als nur ein gemeinsames Hobby.
Wenn Sie Melodie Mellen in einem Satz beschreiben müssten – wie würde er lauten?
Melodie Mellen ist die Zusammenkunft vieler lustiger Menschen, die Freude an Musik und Gemeinschaft haben.
Wie sind Sie Vorsitzende geworden – und was hat Sie dazu motiviert?
Ganz ehrlich: Es wollte niemand anderes machen – mit einem Augenzwinkern gesagt. Trotzdem habe ich die Aufgabe gern übernommen, denn es macht mir Spaß, Verantwortung zu tragen und den Chor mitzugestalten.
Welche Aufgaben übernehmen Sie, die viele gar nicht mitbekommen?
Neben der Organisation von Veranstaltungen kümmere ich mich auch um ganz praktische Dinge: Ich sorge dafür, dass die Heizung läuft, damit niemand friert, und dass bei Proben und Festen ausreichend Getränke da sind. Viele dieser kleinen Aufgaben passieren im Hintergrund.
Was haben Sie durch die Arbeit über Organisation und Gemeinschaft gelernt?
Ich habe gelernt, dass Organisation und Gemeinschaft untrennbar miteinander verbunden sind. Ohne gute Organisation funktioniert es nicht – aber ohne Gemeinschaft ebenso wenig.
Was ist hinter den Kulissen die größte Herausforderung?
Die größte Herausforderung ist es, alle Mitglieder unter einen Hut zu bringen. Das gelingt nicht immer vollständig, aber es ist wichtig, es immer wieder zu versuchen.
Gab es einen Moment, in dem der Zusammenhalt besonders spürbar war?
Vor großen Festen merkt man den Zusammenhalt besonders. Dann packen alle mit an, helfen mit und ziehen gemeinsam an einem Strang.
Wie gelingt es, Tradition und neue Ideen zu verbinden?
Durch offene Kommunikation und die Bereitschaft, auch einmal etwas Neues auszuprobieren. So bleibt Bewährtes erhalten, während gleichzeitig Raum für frische Ideen entsteht.
Wie hat sich der Chor vom Frauenchor zum gemischten Chor verändert?
Mit dem gemischten Chor sind neue Mitglieder dazugekommen, vor allem auch unsere männlichen Sänger. Dadurch haben sich neue musikalische Möglichkeiten eröffnet, etwa englische Lieder ins Repertoire aufzunehmen. Außerdem ist die Unterstützung durch die Männer eine echte Bereicherung.
Gibt es eine Phase, an die Sie besonders gern zurückdenken?
Es ist keine einzelne Phase, sondern viele schöne Momente – zum Beispiel unsere gemeinsamen Ausflüge, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind.
Worauf sind Sie besonders stolz?
Ich bin stolz darauf, dass unser Chor trotz des großen Vereinssterbens weiterhin existiert und sogar wächst.
Was ist für Sie typisch Melodie-Mellen-mäßig?
Eigentlich alles (sagt sie lachend – Red.). Der Chor hat einfach einen ganz eigenen Charakter.
Gibt es eine Situation, bei der du heute noch schmunzeln musst?
Ja, der Satz „Erste Tür links“ sorgt bei den Mitgliedern noch heute für ein Schmunzeln – alle wissen genau, was damit gemeint ist.
Wenn Melodie Mellen ein Mensch wäre – welche Eigenschaften hätte er oder sie?
Empathisch, stark und vor allem lustig.
Warum ist Ihnen das ehrenamtliche Engagement so wichtig?
Weil ohne Ehrenamt vieles schlicht nicht möglich wäre. Es ist die Grundlage dafür, dass ein Verein überhaupt bestehen kann.
Was macht den Zusammenhalt besonders?
Es ist genau dieser Zusammenhalt, der unseren Chor ausmacht und besonders macht.
Warum lohnt es sich, Teil von Melodie Mellen zu sein – auch abseits der Musik?
Weil es um das Zusammenkommen, den Zusammenhalt und die Gemeinschaft geht – nicht nur um das Singen selbst.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Chores?
Ich wünsche mir, dass alles so bleibt, wie es jetzt ist – und dass wir weiterhin wachsen können.
Gibt es einen Traum oder ein Projekt?
Ein kleiner, augenzwinkernder Traum wäre, dass unser Chorleiter einmal Schützenkönig von Mellen wird.
Wo sehen Sie Melodie Mellen in zehn Jahren?
Ich sehe den Chor mitten in den Vorbereitungen und der Organisation einer großartigen Feier zum 50-jährigen Jubiläum.


