Kämmerer Ralf Runte steht vor schwierigen Jahren.   Archivfoto

Stadt Balve. Der Kämmerer der Stadt Balve sagt schwierige Zeiten für die kommenden Jahre voraus, die Steuer- und Gebührenerhöhungen mit sich bringen werden.
Bei den Müllgebühren konnte eine Erhöhung dank der Rücklagen für dieses Jahr noch einmal ausgeschlossen werden. Im November wird dies aber für 2027 ein Thema sein, ebenso wie die Erhöhung der Grundsteuer. Grund dafür sind steigende Ausgaben, die, wie der Bürgermeister betont, nicht selten von der Bundesregierung beschlossen werden, ein finanzieller Ausgleich aber bei den Kommunen nicht ankommt. Also müssen vor Ort Steuern und Gebühren erhöht werden.
Bei der im Rat beschlossenen Gebührenerhöhung für die Wasserversorgung spielen allerdings andere Gründe mit. Auch hier steigen die Kosten, nicht nur für das Personal, sondern auch für das Material. Crux dabei sei, so teilte Betriebsleiter Hubertus Mühling im Betriebsausschuss mit, dass die Abnahme durch die Balver Haushalte sinke. Die Spar­appelle zeigen Wirkung, zudem sinkt die Einwohnerzahl. Das wiederum bedeutet, dass mehr Ausgaben auf weniger verkaufte Kubikmeter umgelegt werden müssen. Die Folge ist somit eine Gebührensteigerung.
Diese beschloss der Rat in seiner Dezembersitzung. So wird der Kubikmeter Wasser von 2,38 Euro auf 2,64 Euro angehoben, was einer Steigerung von 11 Prozent entspricht. Gleichzeitig steigt auch die Grundgebühr für den Wasserzähler an:
Q3 = 4 = 166,20 € (bislang 162,00 €)
10 = 415,60 € ( 271,70 €)
16 = 665,00 € ( 483,70 €)
25 = 1.039,10 € ( 697,60 €)
63 = 2.618,50 € (einheitlich als Verbundzähler 2.290,70 €)
100 = 4.156,40 € (als Verbundzähler 2.290,70 €)
160 = 6.650,30 € (einheitlich als Verbundzähler 2.290,70 €).
Auch die Schmutzwassergebühr muss aus Gründen des Wenigerverbrauchs angehoben werden. Sie steigt von 3,30 Euro auf nunmehr 3,74 Euro.  kr