21.6 Prozent Besucher kamen mehr zur Luisenhütte. Zweitbestes Ergebnis seit Bestehen des Erlebnis- und Technikmuseums.   Foto: Archiv

Märkischer Kreis. (pmk) Die Museen der Burg Altena, das Deutsche Drahtmuseum und die Luisenhütte in Balve-Wocklum, die der Märkische Kreis mit der Gebietsreform 1975 von den Altkreisen als Aufgabe „geerbt“ hat, bestimmen auch in Zukunft die strategische Ausrichtung des Fachdienstes Kultur- und Tourismus.

Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper stellte im Ausschuss Kultur und Tourismus im Ständesaal in Altena die Handlungsfelder der Fachdienstes vor. Dreh- und Angelpunkt sei dabei die „Inwertsetzung kultureller Infrastruktur“. Dabei reiche es nicht allein aus, die Dauerausstellungen an den Museumsstandorten attraktiv zu gestalten und den Nutzergewohnheiten anzupassen, sie müssten auch bespielt werden. Die vielfältigen kulturellen Veranstaltungen und Projekte sowie die touristischen Aktivitäten des Kreises zielen daher vorwiegend darauf ab, die Bekanntheit der Museen zu erhöhen und Gäste zu gewinnen.

Zu der Entwicklung der Besucherzahlen an den drei Museumsstandorten legte die Kreisverwaltung einen umfangreichen Bericht vor. Das Fazit: Insgesamt besuchten 140.512 Interessierte die Kreismuseen im vergangenen Jahr. Das sind 2,6 Prozent weniger als im Jahr 2024, als der Museumseintritt abgeschafft wurde. Trotz des leichten Rückgangs bewegen sich die Besucherzahlen nach Einschätzung der Verwaltung auf hohem Niveau. An Führungen und anderen museumspädagogischen Programmen nahmen 2025 14.666 Personen teil.

Luisenhütte im Aufwind
Die Luisenhütte in Wocklum erzielte mit 9.460 Besuchen 2025 ein deutliches Plus von 21,6 Prozent. Es ist das zweitbeste Ergebnis seit Bestehen des Erlebnis- und Technikmuseums, das nur halbjährlich vom 1. Mai bis 31. Oktober geöffnet ist. Einen großen Anteil am Erfolg haben mit insgesamt 5.700 (2024: 4.500) Gästen die beiden wetterabhängigen Events „Saisoneröffnung“ und „Luise heizt ein“. Ursache für das wachsende Interesse ist unter anderem die neue multimediale Ausstattung im Rahmen des Projekts „Geschichtspark Balve“. Museumsleiter Stephan Sensen erhofft sich mit der offiziellen Eröffnung des Geschichtsparks und über die eigene professionelle Webseite weitere Vermarktungsmöglichkeiten als kulturtouristisches Highlight für das Denkmal von nationaler Bedeutung.

Auch die museumspädagogischen Programme verzeichneten Zuwachs: Insgesamt wurden 1.176 Gruppen mit 15.173 Personen betreut – ein Plus von 10,6 Prozent bei den Gruppen und neun Prozent bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Spannende Veranstaltungen
Auch im Jahr 2026 stehen wieder zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm, darunter das Festival „Luise heizt ein“ am Samstag, 11. Juli an der Luisenhüte, „Anno Tuck“ an der Burg Altena vom 31. Juli bis 2. August (Thema: Drachen und Ritter), die Puppentheatertage vom 3. bis 8. November und das Winter-Spektakulum auf Burg Altena vom 27. bis 29. November.