Balve. Einmal im Jahr lädt die St.-Sebastian-Schützenbruderschaft ihre Senioren zu einem gemütlichen Nachmittag ein. Bislang fand diese Veranstaltung immer im Pfarrheim statt, doch das konnte in den vergangenen Jahren den Ansturm kaum bewältigen. „Daher haben wir uns entschlossen, in die Aula auszuweichen“, erklärte Vorsitzender Christoph Rapp bei seiner Begrüßung. Das man damit richtig gehandelt hatte, zeigte, dass mehr als 100 Schützensenioren den Weg zum Krumpaul fanden. Unterhalten wurden sie von Kellner Luigi, der so einige verrückte Sachen mitgebracht hatte und von Tisch zu Tisch ging und so viel Spaß verbreitete.
Bei seinem Rückblick auf das Jahr 2025 stellte der Vorsitzende den Umbau der Damentoilette heraus. Zudem habe man das Klausejubiläum am Kirchplatz gefeiert. Beim Schützenfest sei die Festmusik der Amicitia Garbeck bestens angekommen. Nicht zufrieden zeigte sich Christoph Rapp mit der Abrechnung, die an der Klause stattfand. Da auch hier so gut wie keine Resonanz war, wird die Abrechnung ersatzlos gestrichen. Zufrieden zeigte er sich hingegen über das Oktoberfest. „Das hat funktioniert“, meinte er und kündigte eine Veranstaltung im Oktober diesen Jahres, unter welchem Motto ist noch ungewiss, an.
Das Weihnachtsliedersingen sei bei der Bevölkerung sehr gut angekommen, aber leider fehlten sowohl beim Musikverein als auch bei den Schützen die unterstützenden Hände der Mitglieder. „Daher werden wir auch kein Weihnachtsliedersingen mehr veranstaltet“, kündigte Christoph Rapp unter Bedauern mit. Die Höhlensaison ist nach dem Akt der Zerstörung am 4. Advent gesichert. Alles Reparaturen sind erfolgt, die Höhle sei abgenommen worden. Zudem habe man noch eine Sanierungsmaßnahme im linken Höhlenarm durchgeführt, indem eine Fachfirma einen Hohlraum verfüllt hat. Von daher sehr man frohen Mutes der Zukunft entgegen.
Die Senioren hörten diese Worte gerne. Und auch die Ankündigung des Vorsitzenden, dass sich der Bierpreis in diesem Jahr nicht mehr halten ließe, brachte die Stimmung nicht aus dem Lot. In diesem Jahr kostet das Glas Bier dann 2 Euro und auch der Eintritt wird um 1 Euro auf nunmehr 16 Euro angehoben. „Wir wollen, dass das Schützenfest ein Volksfest bleibt, daher haben wir nur moderat angehoben“, hieß es.
Die Hoffnung stirbt zuletzt, meinte Christoph Rapp, als er von dem Dauerbrenner Umbau Kassenhaus berichtete. Es tue sich wenig, doch die Bruderschaft sei bei diesem Thema außen vor. Frühestens im Herbst soll sich aber etwas tun, doch: „Das habe ich auch schon vor einem Jahr gesagt!“
Auch Ehrungen standen an diesem Nachmittag an. Nicht alle Geehrten erschienen, doch der Vorsitzende verlas trotzdem alle Namen, die in Frage kamen. Es sind dies für 75 Jahre Albrecht Koch, für 70 Jahre Josef Werth, Theo Schneider, Heinrich Wenniges, Günter Strohdeicher und Wolfgang Lasse. 65 Jahre Mitglied sind Egbert Ahlemeyer, Horst Schimm, Ulrich Bathe, Bruno Hering und Heinz Erich Hubrich. Hermann Josef Krekeler, Ludger Schürmann, Ulrich Aßmann, Klaus Dieter Flöper, Engelbert König, Lothar Ahlemeyer, Herbert Schwital, Ehrenfried Wengelnik, Konrad Albersmeier, Arthur Krumrei und Franz Josef Reck kommen auf 60 Jahre Mitgliedschaft. Ein halbes Jahrhundert, 50 Jahre, halten Karl Friedrich Bathe, Heinz Bertsch, Heinz Dieter Holin, Wilhelm Rademacher, Adolf Schörnich, Bernward Midderhoff, Rolf Hellmann, Ottmar Köck, Dieter Pohl, Werner Schulte, Andreas Lazer, Egbert Lindemann und Helmut Cordes der Bruderschaft die Treue. kr





