Klaus Bortelt, Thomas Brockhagen und Sven Müller (von links) wurden vom Stadtoberhaupt nach Altena und Werdohl entsandt, um vom bevorstehenden Gertrüdchen Kunde zu verbreiten. Fotos: Karsten Sprawe
Neuenrade. Schon um 8 Uhr lud Bürgermeister Volker Klüter zum Frühstück in den kleinen Sitzungssaal, denn der Donnerstag vor dem Gertrüdchen ist der Tag der Entsendung der Stadtsoldaten in die umliegenden Städte Altena und Werdohl. Bevor es aber Brötchen und Kaffee gab, reichte das Stadtoberhaupt als Grundlage auf einer Elle den Gertrudentropfen.

Vor dem Frühstück gab es erstmal ein Pinnchen von der Elle.
Für Klüter ist es das erste Volksfest in seiner Funktion als Bürgermeister und bemerkte, dass man ganz deutlich unter den Neuenradern spüren könne, „wie das Fieber steigt“. Mit Blick auf die Fahrgeschäfte machte er die Feststellung, dass alles immer technischer und moderner wird. Da sei es doch schön, dass an der Tradition der Stadtsoldaten, die auch am Samstag bei der Eröffnungszeremonie dabei sein werden, festhält.
Hatten sich die drei Verkünder im letzten Jahr wegen damaliger politischer Lage Stadtbüttel genannt, ist man nun wieder zu der ursprünglichen Bezeichnung (friedliche) Stadtsoldaten zurückgekehrt. Und in den Orten werden Klaus Bortelt, Thomas Brockhagen und Sven Müller teils schon als Frühlingsboten erwartet und begrüßt, was das Trio sehr freut.
Nur junge Leute, die erstmals den Stadtsoldaten begegnen fragen verdutzt, ob sie von Karneval übrig geblieben sind. Der dienstälteste Stadtsoldat ist Klaus Bortelt, der mit Volker Klüter den dritten Bürgermeister in seiner Dienstzeit erlebt. Allerdings, so ließ er verlauten, soll es in diesem Jahr sein letzter Auftritt im historischen Gewand gewesen sein.



