Balve/Helle. Es ist in jedem Jahr derselbe Ablauf. Nach der Höhlenabnahme zieht das Ensemble der Festspiele Mitte März in die winterlich kühle Balver Höhle ein und der Bühnenbau beginnt. Einige Teile konnten schon im Lager vorbereitet werden, doch die großen Teile entstehen immer vor Ort.
Nicht ganz zufrieden sind die Bühnenbauer mit der Anzahl der Helfer. Das Team gestaltet die Höhle nach dem Dschungel im vergangenen Jahr in das mittelalterliche englische Städtchen Nottingham und den Sherwood Forest.
Hier spielen sich die Szenen ab, die sich um den jungen Robin drehen. Kurz zur Geschichte: Der junge Waise Robin streift durch die Länder und lebt von der Hand in den Mund. Als ihn sein Weg in das ärmliche Nest Nottingham führt, begegnet er auf dem Markt der selbstbewussten Maid Marian und dem raffgierigen Sheriff, der das Volk mit hoher Steuerlast drückt. Er stiehlt ihm unter anderem einen Rosenkranz und versteckt sich im Wald. Dort trifft er auf ein seltsames Trio: Ein Eichhörnchen, ein Wildschwein und einen Bären, deren Sprache er verstehen kann. Sie freunden sich an, und als Robin dem Bären im Spaß den Rosenkranz überwirft, kommen die Vier einem unheimlichen Zauber auf die Spur. Die Tiere sind tatsächlich verhexte Menschen.
Doch nicht nur die Bühnenbauer sind derzeit im Stress. Da gilt es noch Kostüme fertigen, die ersten Tests mit der richtigen Schminke und natürlich die Proben der Darsteller, die jetzt allmählich ebenfalls in die Höhle einziehen werden. Die ersten Schritte von Robin Hood junior in der Balver Höhle.
Karten gibt es auf der Homepage der Festspiele unter www.pretix.eu/fbh, in der Geschäftsstelle, Garbecker Straße, oder Tel. 02375-1030.