Von Richard Elmerhaus

Balve. All jene Bürger aus der Stadt Balve, die auf ein schnelleres Internet gehofft hatten ab 1. Juli 2018, wie von Innogy und der Westnetz GmbH groß angekündigt, werden maßlos enttäuscht sein. Nach Angabe von Wieland Dirks, Pressesprecher von Westnetz GmbH, verzögert sich der Netzausbau bis Ende September. Damit haben all jene in Schwarze getroffen, die diese Befürchtung erst vor geraumer Zeit im Internet publik machten.

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„Der von uns angekündigte Termin ist nicht haltbar. Wir sind wegen des harten Untergrunds nicht so vorangekommen wie erwartet. Der Boden ist so hart, dass bei den Tiefbauarbeiten mehrere Bohrköpfe zerschlissen worden sind“, begründet Pressesprecher Wieland Dierks die zeitliche Verzögerung.

Diese Aussage ist vor allem für jene Kunden sehr ärgerlich, die von der Telekom zu Innogy wechseln wollen und bereits einen Vertrag mit Innogy unterschrieben haben. Sie setzten ihre Unterschrift unter den Kontrakt, und zwar in dem festen Glauben: Das Glasfaserkabel für das schnelle Internet steht wie von Innogy und Westnetz GmbH signalisiert Ende Juni/Anfang Juli 2018 zur Verfügung.

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So beispielsweise ein Balver Bürger (er ist kein Einzelfall), der der HÖNNE-ZEITUNG die Situation wie folgt beschreibt: „Auf der Internetseite von Innogy wird beispielsweise für Langenholthausen eine Verfügbarkeit zum Ende des 2. Quartals angezeigt. Ich denke, das wird kaum zu schaffen sein, da derzeit noch die Gräben gezogen werden. Zuletzt hörte ich allerdings, dass das schnelle Internet erst im September zur Verfügung steht. Das wird für manchen Interessenten, wie mich, zum Problem.“

Der Hönnestädter hat derzeit noch einen Vertrag mit der Telekom bis zum 1. August 2018, der zum 1. Juli gekündigt werden muss, sonst verlängert er sich um ein Jahr. „Der nette Verkäufer, der bei mir zu Hause war, hat mir zugesichert, dass die Kündigung und alles pünktlich von Innogy gemacht wird, wenn ich einen Vertrag unterschreibe – allerdings frühestens, wenn das Glasfasernetz online geht. Gutgläubig, wie ich bin, habe ich direkt unterschrieben und wundere mich jetzt darüber, dass es auf einmal mit dem Glasfasernetz so viel später werden soll. Für mich bedeutet die Verzögerung, dass ich noch mindestens ein Jahr lang bei der langsamen Telekom fest hänge“, klagt der junge Mann, der natürlich sauer auf Innogy und Westnetz GmbH ist, weil er sich auf deren Aussage ebenso wie auf die offizielle Internetseite verlassen hat.

Das muss aber nicht sein. Es gibt wohl für die Balver eine Möglichkeit, die nicht gewünschte Vertragsverlängerung mit der Telekom zu umgehen. Der Innogy-Vertriebspartner aus Neuenrade, der den Bürgern die Verträge für ein schnelles Internet bis zu 120 Mbit/s bereits verkauft hat oder noch verkauft will, steht allen Ratsuchenden unter Telefon 02392/749080 für ein fruchtbares Gespräch zur Verfügung.

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