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Märkischer Kreis. (pmk). Das Marienhospital Letmathe soll zum Ende des Jahres geschlossen werden. Das Haus mit seinen 90 Betten und rund 100 Beschäftigten gehört zu den Märkischen Kliniken. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden von den Märkischen Kliniken weiterbeschäftigt.

Die wirtschaftliche Situation im Letmather Marienhospital hat sich dramatisch verschlechtert. Allein im Jahr 2018 betrug der Verlust 1,18 Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Märkische Kliniken GmbH für das Marienhospital mit einem Verlust in Höhe von 1,8 Millionen Euro. Für die Folgejahre werden Beträge von deutlich mehr als zwei Millionen Euro prognostiziert.

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Darüber hinaus stehen Investitionen für den Brandschutz in Höhe von 5,2 Millionen Euro an. Hinzu kommen rückläufige Behandlungsfälle, weil immer mehr Operationen oder Behandlungen ambulant erfolgen müssen. Gleichzeitig ist das Marienhospital vom Fachkräftemangel im Gesundheitswesen akut betroffen. Schon jetzt können beispielsweise 10 Stellen in der Pflege nicht besetzt werden, so dass zeitweise eine Station geschlossen werden musste. Erschwerend hinzu kommt ferner, dass es im Umkreis von 21 Kilometern um das Marienhospital 16 Krankenhäuser gibt. Vor allem kleinere Häuser haben nur noch wenig Chancen zu überleben.

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