Eisborn. Die Absage des „Runden Tisches“ durch das Forum-Eisborn kam für Lhoist Germany überraschend. Werksleiter Zacharias Grote: „Wir bedauern diese Entscheidung. Nach wie vor halten wir das Angebot eines ‚Runden Tisches‘ mit einem neutralen Mediator für einen guten Weg“, so Grote. „Wir bleiben nach wir vor offen und gesprächsbereit, wenn faire Dialogkriterien eingehalten werden.“

Ebenso werde das Unternehmen für interessierte Bürgerinnen und Bürger eine permanente Anlaufstelle anbieten. Im sogenannten „Lhoist-Nachbarschaftsbüro“ können dann Fragen zum geplanten Erweiterungsvorhaben beantwortet sowie Informationen rund um das Unternehmen abgefragt werden. Dafür werden jetzt Räumlichkeiten eingerichtet, die Eröffnung ist nach den Sommerferien 2020 geplant.

Lhoist hatte bereits im April 2019 im Rahmen der Informationsveranstaltung „Dialog vor Ort“ in der Eisborner Schützenhalle einen Runden Tisch angeboten. Nachdem kein Gespräch mit der BGS-Eisborn zustande kam, wurde Anfang 2020 die Firma adribo beauftragt, Kontakt zu allen Beteiligten aufzunehmen. So sollte mit dem „Runden Tisch“ eine Dialogplattform ins Leben gerufen werden, der durch erfahrene Mediatoren und Konfliktmanager geleitet wird.

Das Erweiterungsprojekt:
Die genehmigten Ressourcen am Standort Hönnetal reichen aktuell nur noch für circa zehn Jahre. Das reicht nicht aus, um die heimische Wirtschaft nachhaltig mit dem wertvollen Rohstoff Kalkstein zu versorgen. Lhoist Germany plant daher, den Kalksteinabbau am Standort Hönnetal zu erweitern. Im Nord-Osten des Steinbruchs Asbeck schließt das Areal des so genannten „Beils“ an.

Um die dortige Lagerstätte erschließen und den darunter liegenden Kalkstein gewinnen zu können, soll die überdeckende Schicht aus Erd- und Gesteinsmassen abgetragen und die Betriebsfläche erweitert werden. Der entstehende Abraum muss an anderer Stelle abgelagert werden. Hierzu soll die Fläche des ehemaligen Sedimentationsbecken „K6“ dienen. Hier entsteht eine Halde. Sie wird während des Abbaus schrittweise wieder begrünt. Teile der Halde werden durchgehend begehbar bleiben – das gilt auch für Wanderwege.