Balve. Harmonisch, zumindest im öffentlichen Teil der Sitzung, verlief die letzte Ratssitzung vor der Kommunalwahl im September. Allerdings gab es auch nicht große Streitpunkte auf dem Sitzungsplan.

Seit langer Zeit gab es mal wieder während der Einwohnerfragestunde Fragen einer Bürgerin. So bemängelte sie den Zustand des Balver Friedhofes, der zunehmend verwildere und in katastrophalem Zustand sei. Wege seien zugewachsen. „Wie soll ich in meinem Alter zur Grabstelle kommen?“, beklagte sie.

Bürgermeister Hubertus Mühling antwortete ihr, dass man das aber besser im Griff habe, als die Jahre zuvor, obwohl es immer mehr verlassene Grabstellen gäbe. Die Hauptwege würden befestigt und gepflastert, um den Pflegeaufwand zu begrenzen. Die Wege würde in Zukunft sukzessive weiter ausgebaut, man könne nicht alles auf einmal machen. Ziel sei ein barrierefreier Zugang zu den Gräbern. Nicht mehr genutzte Wege würden zu Rasenflächen werden. Damit wollte sich die Bürgerin nicht zufrieden geben, denn zu gepflegten Gräbern würden ungepflegte Wege führen. Bürgermeister Hubertus Mühling will das nun abklären lassen.

Doch eine weitere Frage brannte der Frau unter den Nägeln. Sie bemängelte die Parksituation in der Bogenstraße. Dort werde dermaßen wild geparkt, dass anliefernde Lkw nicht durchkämen und Lieferungen dann mit einer Karre erfolgen müssten. Bürgermeister Hubertus Mühling will nun den ruhenden Verkehr in diesem Bereich strenger überwachen lassen.

Das waren eigentlich auch schon die Höhepunkte der Ratssitzung. Die Kommunale Wärmeplanung, die Verordnung über die Durchführung von Osterfeuern sowie die Neufassungen von Betriebssatzungen wurden, teils mit kleinen Änderungen, einstimmig durchgewinkt.

Von daher können nun die Ratsvertreter in den Sommerurlaub gehen. Einmal wird sich der Rat aber in dieser Zusammensetzung im September nach der Wahl noch treffen, bevor die konstituierende Sitzung im November stattfindet. Dann könnten wichtige Dinge anstehen.   kr