Das Bauwerk in der Senke hinter Leveringhausen ist gewaltig. 7 Meter Erde werden aufgeschüttet, ein breiter Tunnel für die Gelmecke wird gebaut. Foto: Krahl
Leveringhausen. Bereits zur Neugliederung im Jahr 1975 hieß es, dass die K11n zwischen Leveringhausen und Ihmert nun schnell kommen würde. Daraus wurde nichts, denn erst 2003 wurde es konkret mit den ersten Vermessungen. 2007 erfolgte dann der Kreistagsbeschluss für den Bau der Straße. Allein 12 Jahre dauerte der Aufstellungsbeschluss, ehe dann 2023 endlich der Planfeststellungsbeschluss erfolgen konnte. Jetzt sei es aber endlich soweit, so Carsten Glänzel vom Bauamt des Märkischen Kreises, der die Mitglieder des Ausschusses Umwelt, Stadtentwicklung, Bau (USB) informierte.
Er erläuterte die möglichen Bauabschnitte, angefangen mit der Anbindung in Ihmert. Zum großen Teil halte man sich an die alte Trasse, trotzdem gäbe es im Verlauf einige Knotenpunkte. Die Ausbaulänge betrage 2800 Meter der K11n und ca 340 Meter der L683. Anspruchsvoll sei die Errichtung des Kreuzungsbauwerkes an der Gelmecke. Hier müsste der Wall etwa 7 Meter aufgeschichtet werden. So bleibe das Naturbiotop aber völlig unberührt. Kurz vor dem Anstieg nach Leveringhausen ende damit der Neubau der K11n.
Doch Leveringhausen bleibe nicht außen vor. Es habe bereits Gespräche mit den Dorfbewohnern gegeben und der Kreis hoffe, dass man zur Einigung kommen würde, um ein langwieriges Planfeststellungsverfahren zu vermeiden. „Wir könnten dann sofort den Bau durch oder um Leveringhausen, oder wie auch immer, anschließen“, so Glänzel. Es gäbe drei Vorschläge, über die er sich aber im Ausschuss nicht ausließ.
Ohne die Durchfahrt Leveringhausen wird die Straße nach heutigem Stand rund 18 Millionen Euro verschlingen. Der Kreis rechnet mit einer Förderung von insgesamt 70 Prozent. Die Bauzeit wird auf 18 bis 24 Monate geschätzt, allein schon wegen der umfangreichen Erdbewegungen von rund 70.000 Kubikmetern. Die Ausschreibungen würden vorbereitet. Baubeginn könnte somit Anfang 2028 sein. kr



