Der neue Hochbehälter Wiesenberg wurde erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Foto: Laura Berken 

Balve. Am Donnerstag tagte der Betriebsausschuss der Stadt Balve, diese Gelegenheit wurde genutzt, um den neu gebauten Hochbehälter Wiesenberg erstmals offiziell zu besichtigen. Neben Vertretern der Balver Politik, dem Ortsvorsteher Matthias Streiter und Bürgermeister Hubertus Mühling nahmen auch interessierte Bürgerinnen und Bürger an der Führung teil.

Um 17 Uhr eröffnete Ausschussvorsitzender Jörg Roland die Sitzung am Rathaus. Anschließend machten sich die Teilnehmer mit bereitgestellten Fahrzeugen auf den Weg zum Hochbehälter. Dort übernahm Thomas Hinz, technischer Betriebsleiter der Stadt, die Führung. Er erläuterte die Bauvorgänge, die Funktionsweise des Behälters und den Prozess der Trinkwasserversorgung in Balve.

Ein zentrales Thema war die Qualität des Wassers: „In Balve haben wir ausschließlich weiches Trinkwasser“, so Herr Hinz. Dies sei gesundheitlich unproblematisch, lediglich geschmacklich falle der Unterschied zu mineralstoffreicherem, „härterem“ Mineralwasser aus dem Handel auf.

Der Hochbehälter funktioniert nach einem einfachen physikalischen Prinzip: Durch seine erhöhte Lage fließt das Wasser allein durch Schwerkraft in das Versorgungsnetz. Das sorgt für konstanten Wasserdruck und gleicht Verbrauchsschwankungen aus. In Balve stehen insgesamt vier Hochbehälter (Ebberg, Wachtloh, Wiesenberg und Haardt) zur Verfügung, die über ein 100 Kilometer langes Leitungsnetz die Endverbraucher mit Trinkwasser versorgen. Hauptquelle ist die Glärbachquelle, die den neuen Hochbehälter über freies Gefälle speist.

Der Neubau am Wiesenberg ersetzt den inzwischen 72 Jahre alten Behälter, der nur 300 Kubikmeter Speichervolumen fasst. Der neue Bau bietet nun Platz für 800 Kubikmeter Wasser. Geplant ist, den Altbau im Frühjahr 2026 abzureißen – vorausgesetzt, der neue Behälter bewährt sich bis dahin.

Errichtet wurde der Behälter aus Fertigbauteilen in zwei Halbkreisen, getrennt durch einen Bedienraum. Der Baubeginn verzögerte sich: Ursprünglich sollte es bereits am 30. Juni 2023 losgehen, doch die Baugenehmigung ließ auf sich warten. Erst am 10. Januar 2024 konnte mit den Fundamentarbeiten gestartet werden.

Nach der Besichtigung setzten die Ausschussmitglieder ihre Sitzung im Ratssaal des Rathauses fort. LB