Von der Feuerwehr hörten gespannt zu: (hinten v. l.) Gerold Vogel und Wehrleiter Christopher Biehs, (vorne v. l.) Rüdiger Reck, Matthias Ickler und Ron Bender. Foto: Roland Krahl
Balve. Gleich zwei Feuerwehrthemen sorgten in der heutigen Ratssitzung dafür, dass ein Teil der Führungsriege der Feuerwehr der Stadt Balve unter den Zuhörern saß. Zum einen ging es um die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes und ferner um die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Sundern.
Bürgermeister Hubertus Mühling dankte zunächst einmal der Feuerwehr für die tatkräftige Mitwirkung an diesem Werk, das von der Firma Forplan GmbH erstellt wurde und nunmehr nach Überarbeitung vorliege. „Die Kernaussage des Brandschutzbedarfsplanes liegt in der Bestimmung der Schutzziele mit Hilfsfrist und Eintreffzeit. Diese Hilfsfrist besagt, dass ab Alarmierung die Feuerwehr innerhalb von 10 Minuten an der Einsatzstelle mit 9 Funktionen eintrifft. Dies soll in 90 Prozent der Fälle erreicht werden. Die Eintreffzeit bedeutet, dass innerhalb von 15 Minuten nach Alarmierung eine weitere Einheit mit weiteren 7 Funktionen an der Einsatzstelle eintrifft“, so der Bürgermeister.
In der Vorlage für die Ratsmitglieder, die natürlich in ihren Fraktionen den Brandschutzbedarfsplan komplett vorliegen hatten, heißt es: „In mehreren Gesprächs- und Abstimmungsrunden wurde die Detailanpassung der zukünftigen Ausrichtung der Gefahrenabwehr in der Stadt Balve diskutiert und der Entwurf schrittweise angepasst. Durch die Wehrleitung der Feuerwehr wurden die Löscheinheiten inhaltlich eingebunden.“ Auch der Kreisbrandmeister sei zum Abschluss involviert gewesen, heißt es.
Mit diesen Schutzzielen sei ein gutes Sicherheitsniveau für die Einwohner der Stadt Balve definiert und eine Abarbeitung der möglichen Schadensfälle gemäß dem Stand der Technik sei möglich, so der Bürgermeister abschließend. Er bat daher die Ratsmitglieder um Verabschiedung des Brandschutzbedarfsplanes.
Hubertus Schweitzer (CDU) bescheinigte der Feuerwehrführung eine sachlich geführte Diskussion über den Plan. Dieser sei mit erheblichen Investitionen verbunden und man habe auch deutlich gemacht, dass man daher damit genauso verantwortlich umgehen müsse, wie mit den vorherigen Plänen. „Wir sind natürlich bemüht, den Plan umzusetzen, aber wir wissen auch alle, wie unsere finanzielle Situation aussieht und gemeinschaftlich und in vernünftigen Gesprächen werden wir auf jeden Fall Lösungen finden“, so Hubertus Schweitzer, der die Zustimmung seiner Fraktion damit bekanntgab. Die Ratsmitglieder stimmten einstimmig dafür.
Auch das zweite Thema, die enge Zusammenarbeit der Feuerwehren Balve und Sundern, wurde einstimmig verabschiedet. Die Wehrführungen der Freiwilligen Feuerwehren Balve und Sundern hätten sich in der Vergangenheit intensiv über eine engere Zusammenarbeit insbesondere in den an Stadtgrenzen liegenden Ortsteilen ausgetauscht, hieß es in der Vorlage. Hiernach sollen Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Sundern in die Alarm- und Ausrückeordnung der Freiwilligen Feuerwehr Balve eingebunden und ab einem festgelegten Stichwort bei Schadenställen in den Randbereichen von Beckum, Mellen, Langenholthausen und im Bereich Kesberg mitalarmiert werden. Im Gegenzug unterstützt die Freiwillige Feuerwehr Balve in den Ortsteilen Hövel, Wulfringhausen/Bruchhausen und auch auf den Zeltplätzen 2 – 5 sowie „Schöne Aussicht“ am Sorpesee.
Die Zusammenarbeit soll durch eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung abgesichert werden, die eben unter anderem auch vorsieht, dass Leistungen im Rahmen dieser Vereinbarung grundsätzlich kostenfrei erfolgen. Die Vereinbarung, die nun noch der Genehmigung der Aufsichtsbehörden bedarf, wurde von der Stadt Sundern ebenfalls schon unterzeichnet. kr



