Die beiden Steinfiguren in Wocklum sollen restauriert werden. Das kostet viel Geld. Fotos: privat

Wocklum. Vor einiger Zeit hatte die Heimwacht Balve zu einer Spendenaktion für die beiden Steinfiguren des Hl. Johannes von Nepomuk und des Hl. Franziskus gebeten. Für die Restaurierung waren nach vorläufigen Schätzungen 22.500 Euro erforderlich. „Das haben wir durch großzügige Spenden bereits erreicht“, zeigte sich Ludger Terbrüggen, Vorstandsmitglied der Heimwacht, erfreut.
Allerdings berichtete er auch von einem Wermutstropfen, der etwas bitter aufstößt. Es wurden so einige Kosten nicht bedacht, die das Vorhaben doch erheblich verteuern werden. Als Beispiel nannte Terbrüggen die Erstellung eines Fundamentes für die Nepomuk-Statue. Da es ebenfalls aus Sandstein sein muss, koste es runde 10.000 Euro. So käme eine Summe an der anderen hinzu.
„Von daher können wir den Spendenaufruf nur erneuern. Es fehlt noch so einiges, an Geld, um alles rund zu haben“, so der Heimwachtler. Warum die Heimwacht überhaupt dieses Projekt in Angriff genommen hat, obwohl Graf Landsberg-Velen Besitzer ist, erläutert er folgendermaßen: „Die beiden Statuen haben eine besondere kulturelle Bedeutung für die Region und können so Bestandteil des Balver Geschichtsparks werden. Diese Skulpturen besitzen nicht nur eine religiöse, sondern vor allem auch eine kulturelle Bedeutung. Sie sind steinerne Zeugen unserer Geschichte und verdienen unseren Respekt und unseren Einsatz für ihren Erhalt. Das ist das vorrangige Interesse der Balver Heimwacht.“ Ludger Terbrüggen versicherte in diesem Zusammenhang aber, dass man den Besitzer der Statuen mit in die finanzielle Pflicht genommen habe.
Peter Glasmacher, Vorsitzender der Heimwacht, ergänzt: „Beide Skulpturen sind ein Stück Identität für den neuen Geschichtspark. Im Sommer dieses Jahres wurde der neu gestaltete Geschichtspark eröffnet. Im Herzen dieses Parks könnten künftig die restaurierten Figuren des Heiligen Nepomuk und des Heiligen Franziskus stehen. Ohne sie würde dem Geschichtspark ein wichtiger Teil seiner historischen Identität fehlen. Dafür setzen wir uns von der Heimwacht ein und dafür lohnt sich jede Mühe.“
Ende des Monats soll der finanzielle Aspekt so weit abgeschlossen sein, dass man konkret an den Abbau der Franziskus-Statue gehen kann. „Die wiegt mehr als eine Tonne“, wird das nächste Problem aufgezeigt. Denn für einen Kran fehlt einfach der Platz am Statuen-Standort. 
Beim Nepomuk gestaltet sich das schon einfacher. Der steht gesichert in einer Scheune und muss nur abgeholt werden. Ältere Balver Bürgerinnen und Bürger werden sich noch daran erinnern, wie die Nepomuk-Statue vor rund einem viertel Jahrhundert auf der Brücke an der Wocklumer Mühle stand. Bestrebungen, sie an dieser Stelle wieder zu errichten, wurden inzwischen fallen gelassen.
„Wir sprechen da von rund 3 Tonnen Gewicht, das auf die Brücke käme. Da hätten Stahlverstrebungen eingebaut werden müssen“, so Terbrüggen weiter. Kalkulierte Kosten dafür: 25.000 Euro. Das war es der Heimwacht letztendlich aber nicht wert, dass der Nepomuk wieder auf der Brücke zu stehen kommt. Nun wird ein entsprechender Sockel neben der Brücke errichtet werden.
„Wir hoffen, dass wir im kommenden Frühjahr beide Figuren wieder restauriert aufstellen können“, so das Vorstandsmitglied. Voraussetzung ist natürlich, dass das Geld zusammenkommt, was insgesamt gebraucht wird. Daher wolle man auch die NRW-Stiftung mit einem Obolus ins Boot holen. Ob das gelingt, wird sich bald zeigen.
Wer also das Projekt unterstützen will, kann eine Spende, Quittung wird durch die Heimwacht ausgestellt, auf das konnte IBAN: DE88 4585 1020 0090 0034 76, Vereinigte Sparkassen im Märkischen Kreis, Verwendungszweck: Nepomuk/Franziskus, leisten.